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"Fairytales" sind zuerst durch Kneipen gezogen

Uetze "Fairytales" sind zuerst durch Kneipen gezogen

Dass sie so beliebt sind, hatten die Fairytales nicht gedacht: Innerhalb weniger Tage war ihr Konzert am 27. Februar im Burgdorfer Stadthaus anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ausverkauft. Kurzerhand organisierte die A-cappella-Gruppe noch ein zweites für den 12. März.

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Christian Tieben hört gern Rock-'n-'Roll-Schallplatten.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Die Idee, eine Vokalgruppe zu gründen, die Songs aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren zum Besten gibt, hatte der Wolfsburger Florian Schorr. „Wir waren damals viel in der Rock-’n’ -Roll-Szene unterwegs“, erinnert sich Gründungsmitglied Christian Tieben aus Hänigsen. Den Vorschlag habe Schorr seinen Freunden 1996 bei einem Konzert in Gifhorn gemacht.

Beim Üben machten dann Schorr, der Hänigser Steven Engler, der Schwüblingser Lutz Degenhardt, der heute in Hannover wohnt, und Tieben, der damals noch in Uetze zu Hause war, die Erfahrung, dass aller Anfang schwer ist. „Das Einstudieren des ersten Liedes hat sage und schreibe 14 Stunden gedauert“, berichtet Tieben. Aber davon hat sich das Quartett nicht entmutigen lassen.

„Anfangs sind wir durch die Kneipen in Burgdorf getingelt“, erzählt Tieben. Die Fairytales hätten seinerzeit in den Gaststätten für ein Bier gesungen. „Damals waren wir im Vergleich zu heute schlecht“, sagt der Hänigser. Einmal habe sogar ein Wirt gesagt: „Das Bier bekommt ihr so, aber singt nicht.“

Dennoch gewannen die Fairytales schnell eine Fangemeinde. „In den guten Zeiten hatten wir bis zu 40 Auftritte im Jahr“, berichtet Tieben. Aus familiären Gründen seien es jetzt nur noch zwölf. „Inzwischen haben wir Kinder“, erläutert der 43-Jährige.

Ein besonderes Erlebnis war für die Musiker ein Konzert mit Marianne Rosenberg und Howard Carpendale 2000 im Burgdorfer Stadion, als die Fairytales als Vorgruppe auftraten. Sie haben damals vor 1600 Besuchern gesungen.

Ihr erstes eigenes Konzert haben die Fairytales erst im vorigen Februar auf Einladung der Kulturinitiative K4 in der Uetzer Agora gegeben. „Wir treten überwiegend bei Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, aber auch Betriebsfeiern auf“, sagt Tieben.

Zum Repertoire gehören immer noch Songs aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren wie „The Lion Sleeps Tonight“ oder „Please Mr. Postman“. Inzwischen sind auch eigene Stücke hinzugekommen. „Die sind auf Deutsch und mit einem lustigen Text. Sie sind die beliebtesten Lieder“, erzählt Tieben.

Die Zusammensetzung der Gruppe hat sich im Laufe der Jahre geändert. Schorr ist nicht mehr dabei. Manuel Boeglin aus Thönse und Bart Pröve aus Wathlingen sind hinzugestoßen, sodass die Fairytales jetzt ein Quintett sind.

Karten für das Konzert am 12. März ab 20 Uhr im Stadthaus gibt es bei der Firma Bleich in Burgdorf, Braunschweiger Straße 2.

Beim Üben haben wir auch Quatsch gemacht

Beim Hänigser Christian Tieben laufen alle Fäden zusammen, wenn es um die A-cappella-Gruppe The Fairytales geht. „Ich mache für uns das Bandmanagement“, sagt das Gründungsmitglied. Wer die Hobbysänger für einen Auftritt bei einer Geburtstagsfeier, einem Stadtfest oder einer anderen Veranstaltung buchen will, muss sich an den 43-Jährigen wenden. Er ist zum Beispiel auch für die Pressearbeit zuständig. Seit seiner Jugend hat Tieben, der seinen Lebensunterhalt in der EDV-Branche im Vertrieb verdient, ein Faible für Rock-’n’-Roll-Musik. Seit den Achtzigerjahren hört er am liebsten Shakin’ Stevens und Elvis Presley. Inzwischen zählen auch Soul und Songs der Beatles zu seiner Lieblingsmusik. Seine Schallplattensammlung umfasst rund 250 Scheiben aus Vinyl. „Es ist eine andere Musik, als wenn man einen MP3- oder einen CD-Plyer einschaltet“, schwärmt der Hänigser. In jungen Jahren hat er mit Freunden regelmäßig Rock-’n’-Roll-Konzerte besucht und sogar auch welche organisiert. „Die Freunde von damals sind auch noch heute meine Freunde“, sagt der Familienvater, der drei Kinder hat. Die Idee, die Fairytales zu gründen, wurde bei einem Konzert in Gifhorn geboren. Die Übungsabende und die Auftritte mit der Gruppe sind für Tieben „eine Möglichkeit, aus dem Alltag herauszukommen“. Er treffe sich dann mit seinen besten Freunden. Es gehe nicht die ganze Zeit um den A-cappella-Gesang. „Man unterhält sich auch und macht zusammen ein bisschen Quatsch“, verrät der erste Tenor der Vokalgruppe. Für Tieben sind erfolgreiche Auftritte „die schönsten Momente“: „Dann weiß man, wofür man geübt hat.“ Wegen der positiven Rückmeldungen hat er bisher noch nie ans Aufhören gedacht.

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