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Stammkunden sorgen für Umsatz

Uetze Stammkunden sorgen für Umsatz

Mancherorts kämpfen kleine Wochenmärkte ums Überleben. Auf den Uetzer Markt trifft das nicht zu. Denn dort sichert eine große Stammkundschaft den Umsatz der Händler.

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Bärbel Jürgens (links), Mitarbeiterin der Brotinsel, reicht Nunzia Sausmikats Tochter Ilaria ein Hörnchen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. "Der Uetzer Wochenmarkt läuft gut. Wir haben hier viele Stammkunden", sagt Fischhändlerin Renate Möbius. Nicht nur Uetzer, auch viele Auswärtige - sogar aus Schwüblingsen und Hänigsen - machten am Donnerstagvormittag Besorgungen auf dem Hindenburgplatz.

Auch der Obst- und Gemüsehändler Horst Bethmann setzt auf seine Stammkunden: "Sie kaufen ganz gut." Für ihn sei von Vorteil, dass in Uetze kein weiterer Standbetreiber Obst und Gemüse anbiete. Dass der Ort Uetze keinen eigenen Schlachter mehr hat, macht sich nach Angaben der Verkäuferin Annegret Buchholz am Verkaufswagen der Fleischerei Lindemann positiv bemerkbar. "Viele Uetzer nutzen den Markt, um direkt beim Schlachter zu kaufen", sagt Buchholz.

Unzufrieden ist hingegen der Blumenhändler Georg Reupke: "Mein Umsatz ist seit einem Jahr um die Hälfte zurückgegangen." Für ihn sei der Raiffeisenmarkt auf der anderen Straßenseite eine große Konkurrenz. Wie Reupke bedauert auch Avtar Singh, der mit Kleidung handelt, dass kaum junge Menschen die Wochenmärkte besuchen. Singh ist allerdings im Großen und Ganzen mit dem Umsatz zufrieden.

Bärbel Jürgens, Mitarbeiterin der Brotinsel, und der Imker Dieter Adomeit loben die Kunden. "Die meisten sind nett und freundlich", betont Adomeit. Zu seinen Stammkunden zählt der Berliner Hans-Jürgen Kühn, der stets die Sommer mit seiner Frau im Ferienhaus an den Uetzer Spreewaldseen verbringt. "Seitdem der Wochenmarkt besteht, kommen wir im Sommer regelmäßig und kaufen vor allem Fisch", sagt Kühn. Hingegen geht die Uetzerin Nunzia Sausmikat in erster Linie jede Woche auf den Markt, "um Brot zu kaufen".

Gerd und Ursula Schmidtmeier haben in ihrem alten Wohnort Braunschweig selten Wochenmärkte besucht. Seit dem Umzug vor drei Jahren nach Dedenhausen versorgten sie sich jeden Donnerstag in Uetze auf dem Hindenburgplatz mit regionalen Produkten, berichtet Gerd Schmidtmeier. "Der Markt ist günstig gelegen", sagt seine Frau. In der Nähe seien Banken, Ärzte, Apotheken, eine Drogerie und andere Geschäfte. So könne man vieles auf einem Weg erledigen.

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Obst- und Gemüsehändler Horst Bethmann (rechts) hat nach eigene Worten viele Stammkunden auf dem Uetzer Wochenmarkt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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