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Am Grünen Weg begrüßt Zwiebelchen die Kinder

Uetze Am Grünen Weg begrüßt Zwiebelchen die Kinder

Wer bei einem gemütlichen Sonntagsspaziergang etwas über Landschaft, Landwirtschaft, Natur und Geschichte erfahren will, der sollte sich zum Grünen Weg aufmachen. Er ist acht Kilometer lang und führt rund um Eltze. Das Besondere: Er spricht vor allem auch Kinder an.

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Heinrich Hennigs aus der Ideenwerkstatt scannt mit seinem Smartphone den QR-Code auf der Informationstafel an der ersten Station.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Eltze. "Eltze und seine unmittelbare Umgebung haben einiges zu bieten", sagt Ortrud Sander, Sprecherin der Eltzer Ideenwerkstatt. Deshalb habe die Ideenwerkstatt in diesem Jahr entlang des Rundkurses an 14 Stellen Informationstafeln aufgestellt. Früher war der Grüne Weg mit Holzwegweisern ausgeschildert. Von denen steht nur noch einer an der Straße Zur Eltzer Mühle, die anderen seien verrottet.

Am Ortsausgang Eltzes in Richtung Uetze - gegenüber des letzten Wegweisers - treffe ich Sander, Heinrich Hennigs und Sigrid Hartmann, die sich in der Ideenwerkstatt ebenfalls ehrenamtlich engagieren. Dort steht auch die erste Infotafel mit allgemeine Informationen über den Grünen Weg - und den beiden Comicfiguren Zwiebelchen und Asper, die uns den ganzen Weg über begleiten werden.

In Zwiebelchens Sprechblase steht: "Hallo Kinder, ich bin Zwiebelchen, und das ist mein Freund Asper. Ihr trefft uns an jeder Tafel des Grünen Wegs an. Habt ihr Lust mitzukommen?" Und Asper ergänzt: "Dann erzählen wir euch mehr." An der Erse-Furt nahe der Bornstraße heißt es beispielsweise: "Früher waren Brücken selten. Kleine Flüsse und Bäche wurden einfach an einer seichten Stelle durchquert. Eine solche Durchquerungsstelle nennt man Furt."

Auf allen 14 Tafeln sind sogenannte QR-Codes abgebildet. "Über die QR-Codes kommt man zur Homepage, auf der man auch die Texte der Informationstafeln nachlesen kann. Zudem sind dort Videos mit Zwiebelchen und Asper hinterlegt", erläutert Hennigs die digitale Entdeckungsreise, die den Spaziergang auch für Kinder und junge Leute interessant machen soll.

Landkartenausschnitte auf den Schildern helfen den Spaziergängern, sich zu orientieren, sodass sie keine Karte mitnehmen müssen. Der Weg ist nur zum Teil asphaltiert. Daher ist er für Rollatorfahrer ungeeignet. Er quert auf Stegen gleich zweimal die Erse und führt  am alten Sportplatz und am Jugendzeltplatz vorbei. Am Wald, in dem der Uetzer Waldkindergarten sein Domizil hat, erfahre ich, dass das Gehölz Bäcker Hamanns Busch genannt wird. Hamann sei von der Gemeinde Eltze einst als Gemeindebäcker eingesetzt worden. Die Einwohner hätten zu ihm Mehl oder Teig gebracht. Daraus habe Hamann für sie gegen einen Backlohn Brot gebacken.

Beim Kreuzen der Bundesstraße 444 sollten die Spaziergänger wegen des Autoverkehrs Vorsicht walten lassen. An der nächsten Station lese ich, dass die Eichenallee entlang der B 444 Mitte des 19. Jahrhunderts als Schattenspender und Windschutz angelegt wurde.

Im Süden des Dorfes streift der Weg, der überwiegend durch offene Landschaft führt, kleinere Waldstücke. Dort ist mit Mücken zu rechnen. Für Sander ist das Teilstück in der Fuhse-Niederung, wo Rinder auf den Weiden grasen, der schönste Abschnitt.

"Der Grüne Weg wird sehr gut angenommen", berichtet Hartmann. Sogar eine Berufsschulklasse aus Hannover habe dorthin einen Ausflug gemacht. Nach Sanders Angaben geht ein Teil der Spaziergänger nur einzelne Abschnitte ab: "Acht Kilometer sind für den einen oder anderen recht viel."

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Fotostrecke Uetze: Am Grünen Weg begrüßt Zwiebelchen die Kinder

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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