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Teermuseum zeigt neue Exponate

Uetze Teermuseum zeigt neue Exponate

Im Hänser Teermuseum gibt es Neues zu entdecken. Die Kuhlenberg-Gruppe zeigt in ihrem neu gestalteten Museum ein wertvolles Exponat zur Geschichte der Erdölförderung, das vor Kurzem sie geschenkt bekommen hat: das Modell eines hölzernen Bohrturms aus dem Jahr 1881.

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Rudolf Baumeister steht vor dem reparierten Modell eines Bohrturms, das die Kuhlenberg-Gruppe in einem neuen Teil des Teermuseum präsentiert.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Den Umbau des Gebäudes haben die Ehrenamtlichen der Kuhlenberg-Gruppe nach schweißtreibender Arbeit jetzt abgeschlossen. Gleichzeitig haben sie die Schautafel vor dem Museum neu gestaltet. An dieser Tafel können  Besucher die Entwicklung der Hänigser Teerkuhlen von der ersten Erwähnung 1546 durch den Mineralogen Georgius Agricola bis heute nachlesen. "Wir dokumentieren, dass in diesem Gebiet seit knapp 500 Jahren Öl gefördert wird", sagt Thomas Degro Mitglied der Kuhlenberg-Gruppe.

Sein Mitstreiter Rudolf Baumeister berichtet, dass in der restaurierten Teerkuhle des Museums wie vor einem halben Jahrtausend noch immer jährlich etwa 50 Liter Öl an die Erdoberfläche treten. Die Förderpumpe Kuhlenberg 6A in Sichtweite des Museums ist noch in Betrieb. "Sie hat in zirka 60 Jahren über eine Million Barrel gefördert", weiß Degro.

Sechs Zeichnungen erklären, wie das Erdöl in der Tiefe entsteht und an die Erdoberfläche gelangt. "Das Besondere ist, dass hier das Erdöl an einem Salzstock nach oben wandert", betont Degro.

Im kleinen Museumsgebäude hat die Kuhlenberg-Gruppe mehr Platz für die Exponate geschaffen, indem sie eine Wand entfernt hat. "Zum Ausstellungsraum ist ein kaum genutzter Abstellraum dazugekommen", berichtet Baumeister. Nach seiner Meinung kommen die einzelnen Exponate nun viel besser zur Geltung, weil sie nicht mehr so dicht nebeneinander stehen.

Die Kuhlenberger haben einige Ausstellungsstücke wie die originalgetreuen Bohrturmmodelle repariert, erzählt Baumeister. Außerdem haben sie Vergrößerungen alter Aufnahmen von der Erdölförderung in der Nähe Hänigsens an den Wänden aufgehängt. "Die wunderbaren alten Werbeschilder von Ölfirmen, die vorher außen am Gebäude hingen, haben wir reingenommen."

Das neueste Exponat, ein Modell des hölzernen Bohrturms der Fundbohrung Mohr 3 in Edemissen-Oelheim, wird demnächst restauriert. Diese erfolgreiche Bohrung habe 1881 einen kleinen Ölrausch in Oelheim ausgelöst, weiß Baumeister zu berichten. Der Boom, der nicht lange gedauert habe, habe auch negative Folgen gehabt. Zum Beispiel seien die Mietpreise in die Höhe geschossen, weil es nicht genügend Unterkünfte für die Arbeitskräfte gegeben habe.

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