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Umweltschaden: Gellermann hakt erneut nach

Dedenhausen Umweltschaden: Gellermann hakt erneut nach

Die scheidende Regionsabgeordnete Marion Gellermann (CDU) lässt nicht locker. Sie will sich nicht damit abfinden, dass man die Ursache und den Verursacher des Umweltschadens am Dedenhäuser Bahndamm nicht findet. Sie hat erneut eine schriftliche Anfrage an die Regionsverwaltung gestellt.

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Ein Bild aus dem August: Während Gräser und Kraut wieder auf dem früheren Bahndamm wachsen, sind die Bäume am Rand abgestorben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dedenhausen. Im Juni hatten Landwirte und der frühere Bürgermeister Reinhard Brandes bemerkt, dass auf dem ehemaligen Bahndamm in unmittelbarer Nachbarschaft zur Entsorgungsfirma Remondis das Gras sowie am Rand zahlreiche Bäume abgestorben waren. Die Regionsverwaltung und das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer haben bisher keine eindeutigen Hinweise auf die Ursache und die Verursacher, obwohl sie Pflanzen- und Bodenproben gezogen haben.

Das lässt Gellermann, die selbst in Dedenhausen, keine Ruhe. "Was genau hat die Analyse der 13 Proben - entnommen durch das Pflanzenschutzamt und die Region Hannover - ergeben? Bitte listen Sie die Ergebnisse differenziert nach Art der Probe auf", schreibt Gellermann in ihrer Anfrage an die Region.

Sie will auch wissen, was in der Stellungnahme der Landwirtschaftskammer steht, die die Regionsverwaltung erhalten hat. Zunächst hatte die Region vermutet, dass ein unsachgemäßer Glyphosat-Einsatz zu den Vegetationsschäden geführt hatte. "Kann Glyphosat als Verursacher definitiv ausgeschlossen werden? Falls nein, warum nicht?" hakt Gellermann nach.

Sie erkundigt sich außerdem danach, ob inzwischen das Gespräch mit dem Gewerbeaufsichtsamt stattgefunden hat, das die Region Ende September angekündigt hatte. "Zu welchem Ergebnis hat dieses Gespräch geführt?", fragt Gellermann.

Während auf dem Bahndamm wieder Gräser und Kraut sprießen, sind die Bäume am Rand offenbar ganz abgestorben. "Der sichtbare Schaden betraf hauptsächlich die Vegetation mit tiefen Wurzeln", stellt Gellermann fest. "Warum wurde auf eine Bodenprobe aus tieferen Erdschichten verzichtet? Aus welcher maximalen Tiefe stammen die entnommenen Proben?"

Ende Juni war nach einem Regenguss Wasser vom Remondis-Gelände auf den Bahndamm geflossen. Die Feuerwehr zog damals Wasserproben und stellte sie der Unteren Wasserbehörde zur Verfügung. "Zu welchem Ergebnis kam die Untersuchung des Niederschlagswassers?" will die CDU-Politikerin wissen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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