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Die Stötzner-Schule ist Geschichte

Uetze Die Stötzner-Schule ist Geschichte

Mehr als 100 Jahre haben Jungen und Mädchen in der Stötzner-Schule die Schulbank gedrückt. Das ist Vergangenheit. Zum Schuljahresende am Mittwoch ist die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen aufgelöst worden.

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Der Lehrer Georg Wenderott (Zweiter von links) verpackt mit Schülern Gegenstände der Stötzner-Schule, die andere Schulen erhalten werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schilelr

Uetze. Die Schüler und die Lehrer wechseln nach den Sommerferien nach Burgdorf an die Prinzhornschule. Der Grund: Die Schülerzahlen an den Lernförderschulen gehen wegen der Schulgesetzgebung sukzessiv zurück. Seit dem Schuljahr 2013/2014 werden im Primarbereich dieser Schulen keine Kinder mehr eingeschult. Ab dem nächsten Schuljahr läuft auch der Sekundarbereich I nach und nach aus. Im vorigen Schuljahr haben noch 43 Jungen und Mädchen der Jahrgänge drei bis zehn die Stötzner-Schule besucht. 2015/16 wären es nur noch 32 und 2021/22 sogar nur noch acht gewesen.

„Die Sache hat zwei Seiten“, sagt Eberhard Wacker, der seit Februar die Schule kommissarisch geleitet hat. Einige Lehrer unterrichteten schon seit mehr als 30 Jahren an der Stötzner-Schule. „Sie betrachten das Ganze mit Wehmut“, sagt Wacker. Für die Schüler aus Uetze verlängere sich der Schulweg. „Vielleicht machen sie sich mit Ängsten auf den Weg“, gibt Wacker zu bedenken. Denn bisher hätten sie im beschaulichen Uetze eine vertraute Umgebung vorgefunden.

Nach Wackers Ansicht wirkt sich die Zusammenlegung von Stötzner- und Prinzhornschule in Burgdorf positiv auf das Schulleben aus: „Es lässt sich in einer größeren Einheit besser realisieren.“ Die Stötzner-Schule wäre zu klein geworden.

„Die Kollegen haben schon seit Tagen gepackt“, berichtet Wacker. Dabei haben die Schüler geholfen. Ein Teil der Ausstattung, den die Prinzhornschule für ihre Arbeit genötigt, geht nach Burgdorf. Nach Auskunft der Ersten Gemeinderätin Ursula Tesch übernehmen Mitarbeiter des Burgdorfer und des Uetzer Bauhofs den Transport. Die restliche Ausstattung verteilt die Gemeinde auf die Uetzer Schulen. So erhält die Hauptschule die Werkraumeinrichtung der Stötzner-Schule. „Vieles bleibt auch erst mal stehen“, sagt Tesch.

Nutzung als Sammelunterkunft für Flüchtlinge wird geprüft

Die künftige Nutzung der Stötzner-Schule ist ungewiss. Nach den Vereinbarungen zwischen der Region Hannover und der Gemeinde Uetze fällt die Immobilie an die Region zurück, wenn das Gebäude nicht mehr schulisch genutzt wird. Die Gemeinde hatte das Schulgebäude von der Region nach der Regionsgründung 2001 übernommen. Damals wurde sie Träger der Stötzner-Schule. Die Kommune will das Gebäude behalten, wenn sie dort ihren Eigenbetrieb Gebäudeservice kostengünstiger als in angemieteten Büroräumen unterbringen kann. „Wir haben immer noch keine Aussage von der Region, ob es bei uns verbleiben kann“, sagt Tesch. Die Planungen für den Umbau in ein Bürogebäude hätten erst Sinn, wenn feststehe, ob die Gemeinde die Immobilie behalten dürfe. Inzwischen überlegt die Verwaltung auch, für den Notfall im Schulgebäude vorübergehend eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge einzurichten. Dafür kommt nach Teschs Ansicht aus Brandschutzgründen wohl nur das Erdgeschoss infrage. Dort müssten sich mehrere Einzelpersonen einen Schlafraum teilen. Die Gemeinde können aber auch Familien auf die einzelnen Räume aufteilen. Die Bewohner müssten gemeinschaftlich die Sanitäranlagen und die vorhandenen Küchen nutzen. „Die Regionsverwaltung prüft, unter welchen konkreten Bedingungen damals der Gemeinde das Gebäude überlassen wurde“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. Die Region habe aktuell keine konkreten Pläne, die Immobilie selbst zu nutzen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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