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Ehepaar Wagener-Ott feiert diamantene Hochzeit

Abbeile Ehepaar Wagener-Ott feiert diamantene Hochzeit

Dort, wo sich Erika und Hubert Wagener-Ott das erste Mal begegnet sind, wollen sie am Sonnabend bei der Feier ihrer diamantenen Hochzeit mit den Gästen Kaffee trinken: auf der Diele ihres Hauses.

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Gestern und heute: Erika und Hubert Wagener-Ott aus Abbeile sind seit 60 Jahren miteinander verheiratet.

Quelle: Friedrich-wilhelm Schiller

Uetze. Als die Uetzer Adventgemeinde noch keine Kapelle hatte, feierte sie ihre Gottesdienste in Abbeile bei Huberts Adoptiveltern auf der Diele. 1950 besuchte Erika erstmals den Gottesdienst dort. „Sie war so frech und hat sich auf meinen Stammplatz gesetzt“, erinnert sich der heute 87-jährige Hubert. Er habe dann auf dem Hocker daneben Platz genommen.

Noch im selben Jahr baute die Adventgemeinde eine Kapelle in Uetze an der Westerkampstraße. Wie andere Gemeindemitglieder halfen auch die beiden jungen Leute bei den Bauarbeiten. „Beim Dachdecken hat es dann gefunkt“, berichtet Erika. Sie habe Hubert die Ziegel aufs Dach gereicht. „Dabei haben wir uns immer in die Augen gesehen“, erzählt die 83-Jährige. Am 10. Oktober 1955 heirateten die beiden dann sowohl standesamtlich als auch kirchlich.

Die anschließende Feier mit rund 50 Gästen richteten Huberts Adoptiveltern im Gasthaus Zur Post in Uetze aus. „Von dem Geld, das wir verdient haben, hätten wir nicht groß feiern können“, sagen die Eheleute im Rückblick. Erika hatte vor der Hochzeit in einem Haushalt in Wackerwinkel gearbeitet, Hubert auf dem landwirtschaftlichen Betrieb seiner Adoptiveltern.

„Nachdem wir geheiratet hatten, haben wir den Hof gepachtet“, erzählt er. 1960 erbte er dann den Betrieb. Seine Frau besorgte nicht nur den Haushalt. Sie half ihrem Mann auch auf dem Feld und im Stall.

Im Jahr 1956 wurde der älteste Sohn Wilhelm geboren. Drei Jahre später folgte Helmut. Der jüngste Sohn Eckhard kam 1960 auf die Welt. Mit der Geburt von Tochter Tanja im Jahr 1968 war die Familie schließlich komplett.

Weil der rund 20 Hektar große Hof nicht genug abwarf, um eine sechsköpfige Familie zu ernähren, fing Hubert 1971 bei der Bahn an. Den Hof bewirtschafteten er und seine Frau jedoch weiter im Nebenerwerb. 1994 mussten die Eheleute einen schweren Schicksalsschlag verkraften: Sohn Helmut starb an Krebs. „Das war schlimm“, sagt seine Mutter.

Unter den 25 Gästen zur Feier der diamantenen Hochzeit sind auch die drei weiteren Kinder der Wagener-Otts mit ihren Partnern, drei Enkel und zwei Urenkel.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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