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Stötzner-Schule bleibt Erstaufnahmestelle

Uetze Stötzner-Schule bleibt Erstaufnahmestelle

Mindestens bis September bleibt die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der früheren Stötzner-Schule bestehen. Dann entscheidet sich, ob sie aufgelöst wird oder nicht. Derzeit leben 71 Flüchtlinge, darunter elf Kinder, in der ehemaligen Schule.

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Der ASB betreibt im Auftrag des Landes in der früheren Stötzner-Schule eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Das hat die Leiterin der Einrichtung, Giulia Finke, im Ratsausschuss für Soziales berichtet. „In Spitzenzeiten hatten wir 220 Personen", sagte sie. Eigentlich ist die Einrichtung nur für 200 Bewohner ausgelegt.

Auf dem Hof hat der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der die Einrichtung im Auftrag des Landes betreibt, vor wenigen Tagen ein 200 Quadratmeter Speisezelt aufgestellt. In der nächsten Woche will der ASB dieses Zelt einrichten. Dann müssen die Flüchtlinge nicht länger in ihren Zimmern die Mahlzeiten einnehmen.

Einen frei gewordenen Raum in der Turnhalle nutzt der ASB inzwischen für den Deutschunterricht der Flüchtlinge. Angebote wie Kochen, Backen, Basteln und ein Frauencafé sollen Langeweile verhindern. „Im Frauencafé soll den Frauen bewusst gemacht werden, dass sie hier andere Rechte als in ihrer Heimat haben", erläuterte Finke. Die Kinder könnten beim Kinderturnen in Dedenhausen mitmachen.

Finkes Kollegin Melanie Sülwold ist für die Notunterkunft der Gemeinde in Dollbergen verantwortlich. Nach ihren Angaben ist dort momentan für 40 Menschen Platz. „Die 24 Plätze im Schützenheim sind vollständig mit Afghanen belegt", berichtete die ASB-Angestellte. Im sogenannten Blauen Haus lebten 13 Pakistani. Dort seien drei Plätze frei. 20 weitere Plätze biete zudem das alte Feuerwehrhaus, das zurzeit noch als Unterkunft hergerichtet werde.

„Unsere Bewohner kaufen selbst ein, kochen und waschen ab", sagte Sülwold. Zum Kochen stehe ein Küchencontainer zur Verfügung.

„Wir wollen, dass sich die Flüchtlinge in Deutschland verständigen können", sagte Sülwold. Deshalb finde jeden Tag Deutschunterricht statt. Freiwillige und die Volkshochschule unterstützten dabei den ASB. Zum besseren Kennenlernen treffen sich Ehrenamtliche, Flüchtlinge und ASB-Mitarbeiter einmal wöchentlich bei Kaffee und Kuchen im TSV-Heim.

Der Kontaktbeamte der Polizei Carsten Görtzen-Griesbach bietet ein Verkehrstraning mit einer Prüfung an. „Erst nach der Prüfung geben wir Fahrräder heraus", stellte die Leiterin klar. Geplant seien zudem die Eröffnung einer Fahrradwerkstatt und Ausflüge per Rad, Bus oder Bahn.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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