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Dollbergen darf feiern, aber nur leise

Dollbergen Dollbergen darf feiern, aber nur leise

Dollbergen kann an diesem Wochenende sein Volksfest feiern - allerdings nur unter strengen Auflagen. Diesem Vergleichsvorschlag des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg haben die Gemeinde Uetze und eine Nachbarin zugestimmt, die gegen die Genehmigung des Festes klagt.

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Rund um ein Kettenkarussell ist der kleine Vergnügungspark aufgebaut. Auf der Westseite des Festplatzes stehen hinter den Buden Lastwagenanhänger, die das Nachbargrundstück (im Hintergrund) vom Festlärm abschirmen sollen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Die Frau fühlt sich vom Lärm der Veranstaltung belästigt. „Das Volksfest kann stattfinden. Aber ein unabhängiger Gutachter muss Lärmmessungen vornehmen“, sagt Bürgermeister Werner Backeberg. Falls in der Nacht zum Sonnabend der Lärmpegel den Wert von 70 Dezibel überschreite, müsse die Gemeinde dafür sorgen, dass in der darauf folgenden Nacht der Wert eingehalten wird.

„Das könnte zur Folge haben, dass wir wahrscheinlich am Sonnabend ab 22 Uhr die Musik abschalten müssen“, befürchtet Backeberg. Diesen Schluss ließen die Lärmwerte zu, die bei vorherigen Festen gemessen wurden.

Die Verwaltung habe sich mit dem Veranstalter, der Schaustellerfirma Musiolek, der Volksfest-Arbeitsgemeinschaft, die ein buntes Programm für die dreitägige Feier vorbereitet hat, und Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch abgestimmt, den Vergleich anzunehmen, berichtet der Bürgermeister.

„Ich selbst habe gezögert“, sagt Backeberg. Denn das Verwaltungsgericht Hannover hat bereits zweimal eine Klage gegen das Fest wegen Lärmbelästigungen zurückgewiesen. Bei einer Ablehnung des Kompromisses hätte jedoch die Gefahr bestanden, dass das Oberverwaltungsgericht zu einer anderen Auffassung gelangt und die Feier am Wochenende ganz untersagt.

Er selbst habe als Kompromiss vorgeschlagen, dass Volksfest nur noch alle zwei Jahre zu feiern. „Die Nachbarin sah sich nicht in der Lage, diesem Vorschlag so kurzfristig zuzustimmen“, berichtet der Bürgermeister.

Die Arbeitsgemeinschaft und Musiolek unternehmen alles, um die Lärmbelästigung in Grenzen zu halten. Musiolek hat Lastwagenanhänger aufgestellt, um das Nachbargrundstück vom Lärm abschirmen. Zudem bezahlt er das Lärmgutachten, rund 1000 Euro.

Der seit Jahren andauernde Streit um das Volksfest hat die Stimmung im Dorf angeheizt. Backeberg will daher die Polizei bitten, öfter auf dem Festplatz vorbeizuschauen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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