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Kein Volksfest mehr für Dollbergen

Uetze Kein Volksfest mehr für Dollbergen

Dollbergen wird in diesem Jahr kein Volksfest feiern. Damit hat die Nachbarin des Festplatzes ihr Ziel erreicht, die in den vergangenen Jahren gegen die Genehmigung der dreitägigen Feier geklagt hat. Wegen des Dorffestes hatte es einen jahrelangen Rechtsstreit gegeben, der zuletzt vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg anhängig war. 

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Auf dem Dollberger Festplatz wird in diesem Jahr kein Volksfest stattfinden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Nach Auskunft des Rathaussprechers Andreas Fitz hat sich der Rechtsstreit inzwischen erledigt. "Wir haben dem Oberverwaltungsgericht mitgeteilt, dass wir auf dem Platz keine Volks- und Schützenfeste mehr genehmigen", berichtet Fitz.

Aufgrund der Ergebnisse der Lärmmessungen, die ein unabhängiger Gutachter während des Volksfestes im vorigen Jahr gemacht hatte, hätte das Oberverwaltungsgericht der Klägerin sehr wahrscheinlich Recht gegeben, erläutert Fitz. 2015 hatte das Fest nur unter strengen Auflagen stattfinden dürfen. Eine Auflage waren die Lärmmessungen. Am Sonnabend musste die Feier um 22 Uhr abgebrochen werden, weil in der Nacht zum Sonnabend mehrfach die erlaubten 70 Dezibel überschritten worden waren. Besucher hatten beim Verlassen des Festplatzes gegrölt.

Gegen das abrupte Ende am Sonnabendabend protestierten etliche - zumeist jüngere - Gäste lautstark. Einige warfen nach Polizeiangaben sogar Eier gegen das Haus, in dem die Klägerin wohnt.

"Derzeit gibt es aus Dollbergen keinen Antrag, das Volksfest an anderer Stelle ausrichten zu dürfen", sagt Fitz. Einen solchen Antrag wird auch nicht die Schaustellerfirma Musiolek stellen. Diese hatte das Dorffest 2014 und 2015 in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgemeinschaft von Dorfbewohnern ausgerichtet. Die Arbeitsgemeinschaft hatte das Rahmenprogramm zusammengestellt.

"Wir haben das Volksfest im Herbst beerdigt", berichtet Wilhelm Musiolek. Die Nachbarin habe nicht nur geschafft, dass das Fest im vorigen Jahr am Sonnabend um 22 Uhr enden musste. Sie habe es nun sogar ganz verhindert. "Es ist schade, dass eine Frau bestimmen kann, was ein ganzes Dorf tun soll", klagt Musiolek.

Die Absage des Volksfestes bedauert Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch. "Vielleicht lässt sich als Ersatz ein Straßenfest organisieren", schlägt sie vor. Eine solche Feier sei eine Nummer kleiner und habe auch einen etwas anderen Charakter.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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