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Neue Schulleiterin setzt auf Teamgeist

Uetze Neue Schulleiterin setzt auf Teamgeist

Das Gymnasium Unter den Eichen hat eine neue Direktorin: Dr. Andrea Wundram. Die meisten Schüler kennen sie bereits, denn die 49-Jährige ist seit 13 Jahren ihre Biologie- und Chemielehrerin. Zum neuen Schuljahr hat sie die Nachfolge von Ulrich Germar angetreten.

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Die neue Direktorin des Gymnasiums Unter den Eichen in Uetze, Dr. Andrea Wundram, in ihrem alten, sehr persönlich gestalteten Büro. Demnächst wird sie umziehen.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze. „Es ist meine Traumstelle“, sagt Wundram, die zuvor stellvertretende Schulleiterin am Uetzer Gymnasium mit seinen rund 560 Schülern gewesen ist. „Ich habe mich auf die Stelle beworben, weil ich diese Aufgabe sehr gern mit meinen Kollegen machen will.“ Was sie machen möchte, davon hat Wundram eine klare Vorstellung. „Das Gymnasium soll eine kreative und humorvolle Schule sein, denn Kreativität ist der Schlüssel für die Schulentwicklung.“

Die Direktorin versteht sich als Teamplayerin. Im Kollegium haben sich laut Wundram Teams – auch fächerübergreifend – zusammengefunden, die sich gemeinsam um Aufgaben kümmern, die ihnen wichtig für die Arbeit in der Schule sind. „Ich unterstütze das und werde dem Kollegium die Freiheit lassen, sich selbst zu organisieren.“

Das Gymnasium habe auch eine sehr aktive Schülervertretung (SV), berichtet Wundram. „Das finde ich sehr wichtig, denn so lernen die Schüler, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen.“ Darüber hinaus organisiert die SV einmal im Monat ein gemeinsames Grillen. Bei solch zwanglosen Treffen kämen Schüler und Lehrer ganz anders ins Gespräch als im Unterricht.

Wichtig ist ihr auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schülern, Kollegium und Förderverein. „Ich verstehe mich nicht zuletzt als Vermittlerin zwischen Eltern und Kollegium“, sagt Wund-ram. Die Wünsche und Vorstellungen der Eltern seien ihr wichtig, denn diese „können neue Impulse setzen für die Schulentwicklung“.

Ein Baustein dafür sind auch die Interessen der Schüler. „Es ist für mich ganz wichtig aufzunehmen, was die Schüler interessiert. Denn nur dann kann ich auch mit ihnen erfolgreich arbeiten“, betont die Direktorin. Die neue Forscherklasse sei ein Beispiel dafür.
„Einen Schwerpunkt meiner Arbeit sehe ich darin, den jungen Menschen zu vermitteln, dass man nicht nur in der Schule lernt. Wir wollen auch ihre Persönlichkeit entwickeln.“

Wundram selbst, die in Otze wohnt und mit ihrem Vater einen 6000 Quadratmeter großen Garten pflegt, hat sich einen außerschulischen Lernort gesucht: eine Malschule. Von ihrem Talent künden die wunderschönen Blumenbilder, die in ihrem Büro hängen. Für ihre Vorliebe für Pflanzen hat sie eine einfache Erklärung – sie habe in Geobotanik promoviert. „Mein Steckenpferd sind Rosen“, sagt sie lächelnd und zeigt auf ihr Sommerkostüm.

Schwerpunkte Naturwissenschaften und Sprachen

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres startet auch ein neues Projekt am Gymnasium: die Forscherklasse in Jahrgang fünf. „Wir haben so viele Anmeldungen, dass wir eineinhalb Forscherklassen einrichten“, sagt Schulleiterin Andrea Wundram.

Die Schüler der Forscherklassen haben zusätzlich zwei Stunden nur für die Naturwissenschaften. Vier Lehrkräfte werden dafür eingesetzt. Darüber hinaus wird es eine Naturwissenschafts-AG geben für die Schüler, die nicht in der Forscherklasse sind.

Ein weiterer Schwerpunkt im Gymnasium ist der Sprachunterricht. Im Angebot sind Englisch, Französisch, Spanisch und Latein. Zudem gibt es einen regen Austausch mit Schülern anderer Nationen. Das Gymnasium ist Teil des Erasmus-Projekts der EU und pflegt Kontakte zu Partnerschulen in den Niederlanden, in Polen und in der Türkei. „Dieses Projekt gibt vielen Schülern den Impuls, nach Klasse zehn für ein Jahr ins Ausland zu gehen“, berichtet Wundram. „Unser Ziel ist es, die Schüler zu Akademikern in Europa und der Welt auszubilden.“ Dazu gehörten nun einmal gute Sprachkenntnisse.

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