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Bagger lichtet Dickicht um Froschteiche

Uetze Bagger lichtet Dickicht um Froschteiche

Teiche sind unverzichtbar, wenn es darum geht, die Vielfalt der Natur zu erhalten. Im Gemeindegebiet Uetze hat der Naturschutzbeauftragte der Region, Erhard Zander, gemeinsam mit dem örtlichen Naturschutzbund im Laufe der Jahre deshalb 30 naturnahe Teiche angelegt.

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Baggerfahrer Holger Hogreve befreit das Teich vom Schilfrohr und vom Schlamm.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze/Eltze. Bevor der Winter kommt hat Erhard Zander jetzt drei Teiche  entschlammen und die Uferzonen frei schieben lassen. Der Baggerfahrer Holger Hogreve war mit seinem Bagger auf den Rischwiesen in Hänigsen, den Obershagener Wiesen sowie in den Fuhsewiesen bei Eltze im Einsatz. „Das ist entspanntes Arbeiten, denn ich muss auf keine Gas- oder Stromleitung achten“, sagt er.
„Die Teiche haben wir 1995, 1996 und 2001 als Lebensraum für Amphibien, Libellen, Vögel und andere Kleintiere angelegt“, sagt Zander, der sich seit 31 Jahren als offiziell bestellter Naturschutzbeauftragter engagiert. Doch nicht nur die Tiere haben sich im und rundum die drei Teiche prächtig entwickelt. Auch die Pflanzen – vor allem der Breitblättrige Rohrkolben und das Schilfrohr waren gewachsen und bildeten einen dichten Gürtel um die Wasserflächen.

Laut Zander erfüllen die Teiche aber nur ihren Aufgabe als Laichgewässer, wenn sie sich im Frühling schnell erwärmen. Das wiederum ist nur möglich, wenn die Wasseroberfläche nicht im Schatten liegt.

Die Tümpel sind mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Tiefe von weniger als einem Meter angelegt worden. „Damit sie im Spätsommer austrocknen und im Winter das Wasser bis zum Boden friert, denn nur so bleiben sie fischfrei“, erläutert Zander.

Er habe zudem darauf geachtet, dass die Teiche im Gemeindegebiet in der Nähe von Storchennestern und nicht so weit auseinander liegen, damit Frösche, Kröten und Molche von einem zum anderen wandern können. „Das beugt der Inzucht vor“, sagt Zander.

Entstanden sind die Biotope in erster Linie auf Flächen, die dem Nabu gehören oder die als Ausgleich für Bauarbeiten der Natur überlassen wurden, sowie auf Grünland der Kirche. Wichtig für ein lebendiges Biotop ist das Umfeld der Teiche. „Denn viele Tiere verbringen nur eine kurze Zeit ihres Lebens im Wasser. Amphibien und Libellen benötigen im Anschluss an ihr Larvenstadium strukturreiche Lebensräume mit Wiesen, Hecken, Wald und sandigen Bereichen als Ruhezonen und Nahrungsquellen“, erklärt Zander.

Der Teich, den Baggerfahrer Hogreve frei geschoben hat, liegt mitten in der Weide, auf der der Eltzer Bauer Wiedenroth seine Ammenkühe und Kälber weiden lässt.

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Erhard Zander (links) und Altbauer Günther Wiedenroth fachsimpeln über die Pflege des Teichs.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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