Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Energiegenossenschaft soll gegründet werden

Uetze Energiegenossenschaft soll gegründet werden

Die Gemeinde plant die Gründung einer Energiegenossenschaft für die Einwohner Uetzes. So sollen diese von den neuen Windrädern, die auf den Vorrangflächen bei Hänigsen und Schwüblingsen sowie südlich von Uetze künftig aufgestellt werden, profitieren.

Voriger Artikel
Architekt hat auf Turnhalle verzichtet
Nächster Artikel
Gossenfegen bleibt Sache der Anlieger

Mit der Windenergie kann zurzeit 83 Prozent des Strombedarfs in der Gemeinde Uetze gedeckt werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Darüber hinaus wollen die Gemeindebetriebe Anteilseigner an den Windkraftanlagen werden, die die Firma Windstrom zwischen Uetze und Bröckel plant.

„Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen für die Erweiterung des Windparks Uetze Nordost in Richtung Bröckel“, sagt Bürgermeister Werner Backeberg. Schon vor rund zwei Jahren hat die Edemisser Firma Windstrom beantragt, zwischen der Uetzer Herrschaft und Bröckel sechs 196 Meter hohe Windräder bauen zu dürfen. Laut Backeberg sollen sie Ende 2016 in Betrieb gehen.

Auch für die anderen drei Flächen gebe es Interessenten, sagt Backeberg. Mit allen potenziellen Investoren habe die Verwaltung über eine Beteiligung der Kommune und der Einwohner an den neuen Anlagen gesprochen.

Beim Erwerb von Anteilen am vergrößerten Windpark Uetze Nordost sollen die Gemeindebetriebe, die die Fotovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden betreiben, zum Zuge kommen. „Wir sind entschlossen, uns an drei, vier Anlagen zu beteiligen“, sagt Backeberg.

Für die Gründung einer Energiegenossenschaft hat die Gemeinde laut Rathauschef erste Sondierungsgespräche geführt. Die Verwaltung habe Kontakt mit der Neustädter Genossenschaft Naturenergie aufgenommen. „Sie hat Hilfe bei der Gründung angeboten“, sagt Backeberg.

Das Inep-Institut Oldenburg hatte bereits 2010 in seiner Studie zur Nutzung regenerativer Energien der Gemeinde Uetze vorgeschlagen, eine Energiegenossenschaft ins Leben zu rufen. Sie sollte zum Beispiel Fotovoltaikanlagen betreiben und die energetische Sanierung älterer Einfamilienhäuser vorantreiben. Rat und Verwaltung gaben damals jedoch der Gründung der Gemeindebetriebe den Vorzug. Sie führen einen Teil ihres Gewinns an die Kommune ab.

Eigene Strombedarf ist gedeckt

In der Gemeinde drehen sich bereits 33 Windräder. Sie haben nach Auskunft Eike Müllers, Windenergie-Projektleiter der Klimaschutzagentur der Region Hannover, im vorigen Jahr 69 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. „Das entspricht 83 Prozent des Gesamtstrombedarfs in der Gemeinde“, sagt Müller. Weil in der Kommune auch Fotovoltaikanlagen in Betrieb sind, decken laut Müller regenerative Energien sogar den gesamten Stromverbrauch. Trotzdem sei ein weiterer Ausbau der Windparks wünschenswert, weil die Region Hannover bei den regenerativen Energien von der 100-Prozent-Quote noch weit entfernt sei, sagt Müller. Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg macht darauf aufmerksam, dass der Ausbau der Windparks ein Beitrag zum Klimaschutz ist. „Wenn wir den Klimaschutz nicht in den Griff bekommen, wird die Erderwärmung zunehmen“, gibt er zu bedenken. Die Flüchtlingsströme würden weiter anwachsen, denn Naturkatastrophen wie Dürreperioden seien häufig ein Fluchtgrund.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sl3s9snf9k158ggwizj
Katensen hat wieder einen Laden

Fotostrecke Uetze: Katensen hat wieder einen Laden