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Enno-Züge kommen gut an

Dollbergen Enno-Züge kommen gut an

„Die neuen Züge sind super“, schwärmt Berufspendler Sven Kanngießer. Trotz der einen oder anderen Kritik fällt auch das Gesamturteil anderer Pendler über die neuen Enno-Züge überwiegend positiv aus.

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Gestern um kurz vor 9 Uhr: Im Schneegestöber hält ein Enno-Zug in Dollbergen.

Quelle: Freidrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Diese Zeitung hat Fahrgäste befragt, die von Dollbergen aus mit dem Zug zur Arbeit fahren. Wie Kanngießer lobt auch Petra Albrecht aus Uetze den größeren Komfort der Enno-Waggons gegenüber den Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn (DB): „Man sitzt viel bequemer. Man hat mehr Platz und sitzt nicht gleich dem Nebenmann auf der Pelle.“ Und die Uetzerin Heidrun Siebentaler ergänzt: „Man hat mehr Beinfreiheit.“

„Das Fahrgefühl ist wesentlich angenehmer. Die neuen Züge sind viel leiser“, lobt Albrecht. Siebentaler hebt hervor, dass die Enno-Züge über mehr Sitzplätze verfügen: Wer einen sehr frühen Zug nehme und in Dollbergen einsteige, bekomme noch einen Sitzplatz. Wer stehen müsse, habe jedoch wenig Möglichkeiten sich festzuhalten, kritisiert Albrecht.

Sie und Siebentaler beanstanden außerdem, dass der Abstand zwischen den Türen weiter sei als in den DB-Zügen. Die Folge: Beim Ausstiegen bilden sich laut Siebentaler vor den Türen lange Schlangen. „Deshalb dauert es sehr lange, bis alle ausgestiegen sind. Das ist ein großer Nachteil“, erläutert Albrecht.

„Sehr positiv ist, dass die Ein- und Ausstiege Bahnsteighöhe haben“, sagt Siebentaler. Weil es keine Lücke mehr zwischen Bahnsteig und Zug gebe, könnten die Fahrgäste jetzt gefahrlos ein- und aussteigen, stellt Kanngießer fest.

Auch für Kerstin Langer aus Edemissen stellen die Enno-Züge eine wesentliche Verbesserung dar. In den DB-Zügen sei viel defekt gewesen. In manchen Waggons habe morgens kein Licht gebrannt. Kein gutes Haar lässt sie an der Polsterung in den alten Zügen: „Wenn man sich hingesetzt hat, hat man gedacht, man sitzt auf der Erde.“

Langer wünscht sich mehr Züge, die im Halbstundentakt zwischen Hannover und Wolfsburg pendeln. Sie vermisst einen Zug, der gegen 8.30 Uhr in Richtung Hannover fährt.

Die Dollbergerin Kaltrina Bytyqi klagt, dass es nach wie vor Verspätungen gebe. „Die Pünktlichkeit ist sehr wichtig, damit man immer rechtzeitig zur Arbeit kommt“, gibt sie zu bedenken.

„Die Verspätungen liegen an der Bahn und nicht an Enno“, betont Kanngießer. Er fordert eine bessere Abstimmung über Funk zwischen Regiobus und der Metronom Eisenbahngesellschaft, die die Lokführer in den Enno-Zügen stellt. Dann könnten Fahrgäste, die mit dem Bus zum Dollberger Bahnhof fahren, ihren Anschlusszug erreichen. „Der Busfahrer könnte bei Verspätungen über Funk Bescheid sagen: Warte noch eine Minute“, schlägt der Uetzer vor. Am Dienstag ist ihm der Zug um 7.50 Uhr vor der Nase weggefahren, als er aus dem verspäteten Linienbus ausstieg.

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