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Lokaler Integrationsplan ist das Ziel

Uetze Lokaler Integrationsplan ist das Ziel

Wie können ehren- und hauptamtliche Flüchtlingsbetreuung besser verzahnt werden? Die morgige Fachtagung "Geflüchtete im ländlichen Raum" im Uetzer Rathaus soll Antworten liefern. Die Ergebnisse sollen in einen lokalen Integrationsplan für die Leader-Region Aller-Fuhse-Aue einfließen.

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Simone Welzien (links) und Cornelia Günther bereiten die Fachtagung"Geflüchtete im ländlichen Raum" vor.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Die Tagung ist für die gesamt Leader-Region Aller-Fuhse-Aue gedacht, zu der die Gemeinde Uetze, die Samtgemeinden Flotwedel und Wathlingen sowie der Celler Stadtteil Altencelle gehören. Dazu sind gezielt Koordinatoren der Flüchtlingsbetreuung eingeladen worden.

"Eine gelingende Integration der vielen Menschen, die zu uns kommen, ist ohne bürgerschaftliches Engagement kaum zu schaffen", sagt Cornelia Günther, stellvertretende Vorsitzende der lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region. Ehrenamtliche seien in Vereinen, verschiedenen Initiativen und caritativen Einrichtungen in der Flüchtlingsarbeit aktiv. Sie hätten unterschiedliche Berührungspunkte mit Mitarbeitern der Kommunen. "Ziel der Tagung ist, die Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen und gemeinsam nachhaltige Strukturen für ein konstruktives Miteinander zu finden", erläutert Günther.

Die Referenten Ralf Wolkenhauer aus dem Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, Dorota Szymanska, Leiterin der Koordinierungsstelle Integration der Region Hannover, und den Integrationslotsenausbilder Andreas Sedlag sollen am Vormittag Impulse geben. Mitarbeiter der Verwaltungen der Gemeinde Uetze sowie der Samtgemeinden Wathlingen und Flotwedel werden zu zweit die anschließenden Workshops zu den Themen Sprache/Bildung, Wirtschaft/Ausbildung/Beruf, Beteiligung/Demokratie, Leben in der Gemeinde und Soziales moderieren.

Laut Simone Welzien, Leiterin des Nienhagener Familienzentrums KESS, fließt Geld aus dem Leader-Förderprogramm der Europäischen Union nicht nur für die Tagung, sondern auch für die folgenden Integrationslotsenschulungen in Wienhausen, Hänigsen und Nienhagen. "Wir werden auch eine Dokumentation in Form eines Films machen", kündigt Welzien an. Diesen Film sollen sich Einwohner der Leader-Region anschauen können, die nicht zu der Fachtagung eingeladen worden sind.

Die politischen Gremien der Kommunen der Leader-Region sollen über die Ergebnisse diskutieren und Beschlüsse zu deren Umsetzung fassen. "Es wäre schön, wenn es einen lokalen Integrationsplan für die Region Aller-Fuhse-Aue gäbe", sagt Welzien.

Die Fachtagung ist das erste Projekt, das nach der Aufnahme der Region Aller-Fuhse-Aue in das Leader-Programm, genehmigt worden ist. Die Kosten für die Tagung, die anschließenden Schulungen und die Dokumentation belaufen sich auf rund 15000 Euro. Die EU-Förderung deckt 80 Prozent der Kosten.

Internationale Zusammenarbeit

Zum Thema Flüchtlingsbetreuung wird es möglicherweise einen Informationsaustausch zwischen vier Leader-Regionen aus Österreich, Schweden, Finnland und Deutschland geben. Eine vierköpfige Delegation aus der Region Aller-Fuhse-Aue - Regionalmanagerin Grudrun Viehweg, die Uetzer Erste Gemeinderätin Ursula Tesch, Angela Wolter aus dem Nienhagener Familienzentrum KESS und Cornelia Günter, stellvertretende Vorsitzende der lokalen Aktionsgruppe - ist kürzlich der Einladung der Leader-Region "Oststeirischen Kernland" zu einem Vorbereitungstreffen gefolgt.

"Wir sind im Denken und Handeln schon weiter als die übrigen drei Leader-Regionen, die dort vertreten waren", hat Günther festgestellt. "Die Österreicher sind ganz scharf darauf, zu uns zu kommen", berichtet Viehweg. Sie hätten am liebsten schon die Fachtagung in Uetze besucht.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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