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Krisenstab: Die Bombe ist entschärft

Dollbergen Krisenstab: Die Bombe ist entschärft

Knapp zehn Stunden nach dem Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gibt die Gemeinde Uetze jetzt Entwarnung: Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatten den 150-Kilogramm-Blindgänger gegen 23.40 Uhr entschärft. Danach durften gut 1100 Evakuierte in ihre Häuser zurückkehren.

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Die 150-Kilogramm-Bombe, die unweit der Altölraffinerie gefunden wurde, soll noch in der Nacht zu Dienstag entschärft werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Dollbergen. Damit erfüllte sich die Erwartung im Krisenstab unter der Leitung von Bürgermeister Werner Backeberg, dass die Bombe nicht gesprengt werden musste. "Es gibt zwei Varianten für die Entschärfung", erklärt die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch, die ebenfalls zum Krisenstab gehört. "Eine dauert 15 Minuten, die andere etwa eineinhalb Stunden." Die betroffenen Anwohner hatten Glück, sie durften noch vor Mitternacht wieder nach Hause gehen oder fahren. Rathaussprecher Andreas Fitz nannte als Zeitpunkt der Entschärfung 23.40 Uhr.

Gefunden hatte die Bombe gegen 14.30 Uhr der Kampfmittelbeseitigungsdienst, dessen Mitarbeiter am Montag im Auftrag der Gemeinde Fläche nördlich der Altölraffinerie der Firma Avista sondierten. Für dieses Gelände wird ein Bebauungsplan aufgestellt, weil Avista dort eine Erweiterung des Betriebsgeländes plant.

Nach Bekanntwerden des Bombenfundes mussten alle Gebäude nördlich der Fuhsestraße, westlich des Pappelwegs bis zur Umgehungsstraße im Westen Dollbergens ab 20 Uhr geräumt werden. Dollbergens Ortsbrandmeister Thomas Rolle, der bereits einige Bombenräumungen erlebt hatte, gab den Zeitplan für die Helfer vor: "Um 20 Uhr beginnen wir mit der Evakuierung", sagte er. Allerdings ist es dann doch fast 21 Uhr gewesen, als die rund  60 Ehrenamtliche der Feuerwehren aus Dollbergen, Schwüblingsen, Katensen und Dedenhausen von Haus zu Haus und die Menschen aus ihren Wohnungen holten.

Sie konnten entweder selbst mit dem Auto zu Verwandten, Freunden und zur Sammelunterkunft im Schulzentrum fahren oder den  Shuttlebus zwischen dem Gerätehaus in Dollbergen und dem Schulzentrum nutzen, den Martin Thienel steuerte. Knapp 50 Besucher fanden sich im Laufe des Abends ein, sie wurden von Mitgliedern des DRK und Mitarbeitern der Verwaltung versorgt. Jenny Dralle aus Hannover wollte mit ihrer zwei Monate alten Tochter Lina nur Daniela und Nikolaas Elefthopoulos  in Dollbergen besuchen, als die Evakuierung begann. In der vorübergehenden Bleibe hofften die Drei, dass das Baby durchschläft. "Damit hatte ja wirklich niemand gerechnet", sagte die junge Mutter.

Bei einer Seniorin klingelte die Feuerwehr an dem hell erleuchteten Haus vergeblich: Als auch die Polizei scheiterte, rief ein Feuerwehrmann eine Bekannte der Frau an und konnte Entwarnung geben: "Sie ist nicht mehr zu Hause." 

Da auch die Bahnstrecke Hannover - Wolfsburg im Evakuierungsradius von 1000 Metern lag, wurden die Züge ab 22 Uhr über Braunschweig umgeleitet und kamen deshalb mit einer Verspätung von 30 bis 45 Minuten am Ziel an.

dt/bis/sbü

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Von Anette Wulf-Dettmer und Antje Bismark

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