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Stadionpflege gegen Mettbrötchen

Uetze Stadionpflege gegen Mettbrötchen

Sie haben zwar das Rentenalter erreicht, gehören aber noch längst nicht zum alten Eisen. Eine Rentnertruppe, genannt die Rentnerband, hat sich die Pflege des Hänigser Stadions zur Aufgabe gemacht. Der Verein TSV Friesen entlohnt die Männer in Mettbrötchenwährung.

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Die Rentnerband (von links): Udo Fuhrberg, Friesen-Vize Peter Mehnert, Karl-Heinz Hopp, Fritz Dinkhauser, davor vorn Ludwig Knoche, Heiner Rust, Heinrich Bühring, Werner Reiche, Friesen-Vorsitzender Klaus Dahlgrün. Es fehlen: Dieter Wiege, Uwe Kohlmeyer, Günter Marris und Adolf Düvel.

Quelle: Otmar Brandes

Hänigsen. In der jüngsten Jahresversammlung der Friesen, die in ihren besten Fußballzeiten schon einmal den FC Bayern München in ihrem Stadion empfingen, lobte der amtierende Vorsitzende Klaus Dahlgrün das unter den Mitgliedern so ausgeprägte ehrenamtliche Engagement. Dieses Lob galt nicht nur, aber eben auch elf Männern - der Rentnerband.

Der gehören an Hans-Joachim Knoche, im Dorf von allen Ludwig genannt, sowie Heiner Rust, Karl-Heinz Hopp, Werner Reiche, Udo Fuhrberg, Dieter Wiege, Uwe Kohlmeyer, Günter Marris, Fritz Dinkhauser, Heinrich Bühring und Adolf Düvel. Alle hören auf den Ludwig. Denn der koordiniert die Stadtioneinsätze. Und die haben es in sich.

Denn die von 30 Nachbarn zum Teil kritisch beäugte Sportanlage mitten im Ort dehnt sich auf eine Länge von 450 Metern aus. Sie gehört der Gemeinde, die sie den Friesen zur Nutzung und Instandhaltung überlässt. Die Böschungen, die der Pflege bedürfen, haben nach Vereinsangaben eine Länge von 1,2 Kilometern. Ein Platzwart allein könnte da wenig ausrichten.

Als vom 1. April 2012 an die Arbeitsagentur keine neuen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen mehr förderte, schien die Not der Friesen groß. Damals drohten die ausgedehnten Nebenflächen des Stadions zu verwildern. Zumal alle Versuche des Vereinsvorstands, Fußballspieler zu Pflegeeinsätzen zu verpflichten, scheiterten. Bis Ludwig Knoche eine zündende Idee kam.

Der damalige Geschäftsführer der Friesen-Fußballer reaktivierte Kicker im Rentenalter - die Geburtsstunde der Rentnerband. Uhr Vorteil: Jeder einzelne bringt eigene Fähigkeiten mit. Und so zupft die Truppe nicht bloß Unkraut.  Die Männer warten auch Maschinen und Werkzeuge des Vereins und nehmen Reparaturen am Stadioninventar vor, bauen beispielsweise neue Tore auf dem Platz ein.

Freilich arbeitet die Rentnerband nicht zum Gotteslohn. Mal lässt der Verein Mettbrötchen springen, mal fördert er die Arbeitsmoral mit einer Freifahrt zu einem Bundesligaspiel.

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