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Feuerlöscher gehört in jedes Haus

Dollbergen Feuerlöscher gehört in jedes Haus

Schlange stehen zur Feuerlöscherkontrolle: Bei der Überprüfung von 50 Geräten in drei Stunden kamen Brandschutztechniker Klaus Zöller und seine Mitarbeiter ins Schwitzen. Zum achten Mal konnten Privatleute ihre Löscher in Dollbergen checken lassen. Viele Hausbesitzer nutzten diese Gelegenheit.

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Brandschutztechniker Jörg Siegel kontrolliert den Feuerlöscher von Bernd Haag.

Quelle: Sandra Köhler

Dollbergen. Bernd Haag aus Katensen hatte seine Mieter und deren Löscher gleich mitgebracht. „Ich bin zum zweiten Mal hier. Als wir das Haus 1999 gekauft haben, gab es schon einen Feuerlöscher. Sonst kam immer eine Firma zu mir zur Überprüfung. Als die sich nicht mehr gemeldet hat, habe ich das hier entdeckt.“

Jörg Siegel kontrollierte beide Löscher ganz genau. Erst auf sichtbare Schäden von außen und auf das Vorhandensein der Piktogramme, die die Bedienung erklären. Dann schraubte er das Gerät auf, wog die Druckkartusche, prüfte das Löschmittel. „Schaum muss nach einer bestimmten Zeit ersetzt werden, Pulver trocken und rieselfähig sein“, erläuterte Firmenchef Zöller. Nach dem Ersetzen von Kleinteilen verplompte Siegel das Gerät wieder und klebte die Siegel auf. Wenn Haag den Löscher nicht einsetzt, muss er ihn erst in zwei Jahren wieder kontrollieren lassen. Für die Wartung zahlte er wie alle anderen einen Unkostenbeitrag.

Auch Heinz Dudenhofen aus Uetze ist Eigenheimbesitzer. Neben dem Löscher, den er in der Nähe der Heizungsanlage aufbewahrt, hatte er auch noch einen zweiten mitgebracht: „Den hatte ich früher auf meinem Boot. Es ist weder ein Schaum noch ein Pulverlöscher, und ich wollte einfach wissen, ob ich den überhaupt noch verwenden darf.“ Der erste Blick Zöllners ging aufs Herstellungsdatum. Denn alles was älter als 25 Jahre ist, darf er nicht mehr abnehmen. Schon allein um im Falle eines Brandes vollen Versicherungsschutz zu genießen, sei es dringend empfehlenswert, neue Geräte anzuschaffen, riet er Dudenhofen.

„Ein Sechs-Kilo-Schaumlöscher ist für Privatleute ideal. Denn Pulver macht nicht nur richtig Dreck, sondern enthält auch korrosive Salze. Wenn die in Elektrogeräte geraten, etwa auf eine Platine des Computers, kann der davon kaputt gehen,“ sagte der Brandschutzexperte. Es müsse sich übrigens keiner scheuen, auch solche Geräte mit Schaum zu löschen: „Die sind bis 1000 Volt auf einen Meter Abstand ausgelegt.“

Auch wenn ein Feuerlöscher auch bei Ölheizungen heutzutage laut Brandschutzverordnung keine Pflicht mehr ist: „Sinnvoll ist es trotzdem, einen im Haus zu haben“, sagt Udo Ludwig, Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr, der die Aktion organisiert hatte: „Denn es dauert ja schon ein paar Minuten, bis die Feuerwehr da ist.“ Bei Bränden von Adventskränzen oder Weihnachtsbäumen stünde dann aber meist schon alles in Flammen: „Das ist wie beim Vergaserbrand im Auto.“ Den Feuerlöschertest nennt er eine gute Aktion, um die Leute für den Brandschutz zu sensibilisieren.

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Brandschutztechniker Klaus Zöller (links) erklärt Heinz Dudenhofen, dass seine Feuerlöscher zu alt sind, um noch abgenommen zu werden.

Quelle: Sandra Köhler

Von Sandra Köhler

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