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Familienhaus plant feste Angebote für Väter

Uetze Familienhaus plant feste Angebote für Väter

"Vater-Mutter-Kind" unter dieser Überschrift ist am Sonnabend das Uetzer Familiencafé gestartet. Das Frühstück ist der Auftakt gewesen für den Aufbau von gemeindeweiten Angeboten für Väter mit ihren Kindern. Weitere Treffen folgen im März.

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Axel Hengst (links) unterhält sich mit Familienhaus-Leiterin Anne Wiechmann und den anwesenden Vätern über deren Wünsche.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. "Die Kinder freuen sich, wenn ihre Väter Zeit haben, mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen", ist die Erfahrung von David Schultz. Der Mitarbeiter im Familienhaus - selbst mehrfacher Vater - organisiert regelmäßig entsprechende Angebote. "Wenn wir sonnabendnachmittags was anbieten, ist das immer richtig gut besucht." Väter könnten sehr vom Austausch mit anderen Vätern profitieren, sagte Axel Hengst vom Verein Mannigfaltig aus Hannover, der sich Jungen- und Männerarbeit auf die Fahnen geschrieben hat: "Über die Kinder kann man sie gut zusammen bringen."

Zunächst machten sich die Familienhausleiterin Anne Wiechmann und Hengst im Gespräch mit den Vätern Ahmed (33), Ingo (35) und Patrick (22) schlau, welche Bedürfnisse diese als Papa haben. Ob regelmäßige Treffen nach dem Vorbild von Spielkreisen, in denen Mütter sich austauschen das Richtige sind. Oder junge Väter vielleicht doch ganz andere Ideen und Wünsche haben. Interesse am Austausch haben alle drei.

Ahmed stammt aus Afghanistan, hat drei Kinder und, obwohl er schon einige Zeit in Deutschland lebt, noch Probleme mit der Sprache. "Lesen und Schreiben geht, aber das Sprechen und Verstehen ist schwierig", sagt der  gelernte Rechtsanwalt. Für ihn sei ein solches Treffen eine Chance, besser mit der Sprache klar zu kommen und Kontakte zu knüpfen. "Sag doch den Männern, mit denen du Fußball spielst, auch Bescheid. Vielleicht gibt es da ja auch Väter, die Lust haben zu kommen", ermuntert ihn Hengst.

Patrick hat ob seines Alters wenig Väter im Bekanntenkreis: "Es wäre gut, andere kennen zu lernen", bestätigt er. Ingo und seine Partnerin Justien haben zwei Kinder und nutzen die Angebote des Familienhauses rege. Er finde die Idee mit regelmäßigen Treffen für Väter und Kinder gut, sagt der junge Mann: "Dann haben die Mamas auch mal Zeit für sich." Nur - in der Woche sei es wegen der Arbeit schwierig: "Am besten würde mir das Wochenende passen."

Eine Tendenz, die Hengst bestätigt: "Trotz der steigenden Familienfreundlichkeit in Betrieben arbeiten Männer nicht weniger." Auf welchen Weg man sie am besten erreiche, müsse man sehen. Das Ziel sei es, in 2017 ein für die komplette Gemeinde offenes regelmäßiges Angebot für Väter anzubieten.

Erst einmal soll es zwei weitere Treffen für Väter mit Kindern im Familienhaus geben, einigten sich die Männer. Und zwar am Sonnabend 11. und 25.  März, von 15 bis 16.30 Uhr. Diese sind offen für weitere Teilnehmer. Am 1. April wird es , ebenfalls um 15 Uhr, ein weiteres Familiencafé geben, zu dem dann auch die Mütter eingeladen sind. "Und dann schauen wir weiter", sagt Hengst.

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Von Sandra Köhler

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