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Grüne verbuchen größten Verlust

Uetze Grüne verbuchen größten Verlust

Auf kommunaler Ebene spielt die AfD keine Rolle in Uetze, wohl aber auf Regionsebene. Das ist ein Ergebnis der Kommunalwahl am Sonntag. Ein weiteres: Im Rat verschieben sich die politischen Kräfte moderat.

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Wahlhelfer Jens Klingberg (Zweiter von links) überreicht im Wahllokal in Altmerdingsen der Erstwählerin Mailin Warmbold die Stimmlzettel. Rosalie Schlicht (am Tisch von links), Ilona Heymann und Sandra Warmbold gehören ebenfalls dem Wahlvorstand an.

Quelle: Schiller

Uetze. Einen leichten Verlust von 1,7 Prozent muss die SPD Uetze im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren hinnehmen: Sie kommt auf 41,4 Prozent der Stimmen. Auch die Grünen verlieren: von 13,2 auf 9,6 Prozent. Die CDU gewinnt 3,2 Prozent und holt 35,5 Prozent. Fast eine Punktlandung legen die Freien Wähler aus Katensen und das Bündnis Gemeinsam für Eltze hin. Der unabhängige Ratsherr Oliver Wempe bekommt 3,8 Prozent der Stimmen. 

Die Wahllokale hatten gerade geschlossen, Liane Malonek und Dagmar Lindemann mit den anderen Wahlhelfern im Erdgeschoss mit dem Auszählen der Briefwahlstimmen begonnen – da fand sich mit Tove Knebusch die erste Kandidatin im Uetzer Rathaus ein. Die Ortsbürgermeisterin aus Dollbergen stand erneut zur Wahl und wollte die Ergebnisse fast live erleben: Doch sie musste sich gedulden, das Auszählen dauerte deutlich länger als erwartet.„Das mag mit der höheren Wahlbeteiligung zusammenhängen“, sagte Bürgermeister Werner Backeberg.

Er verfolgte mit seinen Mitarbeitern und den Kommunalpolitikern, die im Laufe des Abends ins Rathaus kamen, das Auszählen auf einer Leinwand. Dass die AfD in seiner Gemeinde nicht antrat, begründete Backeberg mit der guten Sozialstruktur, die über verschiedene Projekte eine intensive Bürgerbeteiligung ermögliche. Uetzes SPD-Chef Rudolf Schubert hingegen zeigte sich entsetzt, dass die AfD aus dem Stand 9,7 Prozent der Stimmen auf Regionsebene erhalten hat. "Ich bin sehr froh, dass sie für Rat und Ortsrat keine Kandidaten aufgeboten haben", sagte er.

Die CDU Uetze setzte nach den ersten Ergebnissen darauf, dass die Ortsbürgermeister Eike Dralle (Schwüblingsen) und Andreas Staas (Obershagen) ihr Amt verteidigt, Marion Gellermann jenes für Dedenhausen geholt hat.

"Die hohe Wahlbeteiligung freut uns", sagte Arifé Akcam-Hytrek von den Uetzer Grünen. Sie hoffe, dass ihre Partei die vier Mandate wieder erringen könne: "Das wäre für uns ein Zeichen, dass wir in den vergangenen fünf Jahre gut gearbeitet haben."

Bereits vor dem Wahlsonntag hatten 1665 Uetzer die Briefwahlunterlagen angefordert, gut 16.500 Wahlberechtigte gibt es in der Gemeinde. Zu ihnen gehörte auch Mailin Warmbold: Die Jugendliche hatte am Mittag als Erstwählerin ihre Stimme in Altmerdingsen abgegeben.

In Uetze kandidierten Mitglieder der Parteien SPD, CDU, Grüne und FDP sowie der Liste Gemeinsam für Eltze (GFE) und der Freien Wählergemeinschaft Katensen (FWK). Zudem steht Oliver Wempe als Einzelkandidat auf den Wahlzetteln.

Von Antje Bismark/Friedrich-Wilhelm Schiller

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