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Freiwillige machen Flüchtlinge mobil

Uetze Freiwillige machen Flüchtlinge mobil

Bereits zum zweiten Mal hat der Verein Landungsbrücke, dessen Ziel es ist, Flüchtlinge und Migranten im Alter von 18 bis 27 Jahren zu unterstützen, eine sogenannte Fahrradwerkstatt organisiert.

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Ahmad Shoiai (von links), Bashir Niyazi und Hamid Nazari reparieren mit Martin Klages (Zweiter von links) ein Fahrrad.

Quelle: Köhler

Uetze. Noch eine kurze Umdrehung mit dem Schraubenschlüssel und Bashir hat es geschafft: Die Schaltung des Fahrrads, das der afghanische Flüchtling sich gemeinsam mit Martin Klages vorgenommen hat, funktioniert wieder richtig. Bereits zum zweiten Mal hat der Verein Landungsbrücke, dessen Ziel es ist, Flüchtlinge und Migranten im Alter von 18 bis 27 Jahren zu unterstützen, eine sogenannte Fahrradwerkstatt organisiert.

Unter der Carport von Patricia Garriock machten Ahmad, Bashir und Hamid zwei Fahrräder flott. Geplant sei, so sagt die Vereinsvorsitzende Claudia Ruhs, die Werkstatt einmal monatlich durchzuführen.

Die auf diese Weise instand gesetzten Räder stellt der Verein den Flüchtlingen zur Verfügung: „Sie müssen ja mobil sein. Für die, die in Uetze selbst untergebracht sind, geht es ja noch. Aber für die aus Hänigsen/Riedel wird es sonst schon schwierig“, sagt Ruhs. „Und beim gemeinsamen Schrauben kommt man in Kontakt“, ergänzt Klages. Er hat zudem eingefädelt, dass seine Schützlinge bei der nächsten Tour des ADFC mit von der Partie sein werden: „Wenn ich da mitfahren kann, können sie es auch.“

Insgesamt 13 Migranten, überwiegend aus Afghanistan, betreut der Verein aktuell: „Sie sind sehr wissbegierig, kommunikativ und offen für alles, was wir ihnen anbieten.“ Um allen zur notwendigen Mobilität zu verhelfen, hofft sie, dass der eine oder andere Bürger, der ein Zweirad übrig hat, „gern auch reparaturbedürftig“, es dem Verein spendet. Auch Aktive mit Spaß am Fahrradschrauben und Wissen vermitteln sowie Fahrradwerkzeug seien gerne gesehen, sagt Klages: „Die Jungs sollen das irgendwann ja auch alleine können.“

Von Sandra Köhler

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