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Für Backeberg ist Integration ist oberste Aufgabe

Uetze Für Backeberg ist Integration ist oberste Aufgabe

Beim Neujahrsempfang im Rathaus hat Bürgermeister Werner Backeberg vor 250 Gästen einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen für die Kommune gewagt. 2016, so prognostizierte er, wird im Zeichen der Flüchtlingskrise stehen. Dafür wünscht er sich noch mehr Unterstützung von der Bundesregierung.

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Bürgermeister Werner Backeberg thematisiert beim Neujahrsempfang im Uetzer Rathaus die Herausforderungen, die der Zustrom der Flüchtlinge an die Kommune stellt.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. „Wir müssen aufpassen, dass aus der Flüchtlingskrise keine Staatskrise wird“, mahnte Backeberg. Nur mit Unterstützung der mehr als 360 Helfer sei es in Uetze gelungen, die in etwa ebenso große Zahl von Flüchtlingen mit zu versorgen. „Diese humanitäre Großtat hat auch die Grenzen der staatlichen Leistungsfähigkeit aufgezeigt.“

Um die nun anstehende Integration, „die vornehmlichste Aufgabe für eine Kommune“, bewerkstelligen zu können, benötigten die Kommunen weitere Mittel, etwa zur Schaffung von Kindergärten- und Arbeitsplätzen, wandte er sich an die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth und Matthias Miersch.

Zudem müsse, auch im Sinne der Jahre dauernden Integration, eine Begrenzung der Zuwanderung erfolgen. Weiterhin sei es nötig, Verfahren zu ordnen, Bearbeitung zu beschleunigen sowie Asyl und Zuwanderung voneinander zu trennen. „Wir brauchen ein Zuwanderungsgesetz“, sagte Backeberg. Die Politik müsse ernst nehmen, dass ungesteuerte Zuwanderung Ängste bei den Menschen auslöse. „Das ist völlig normal. Nicht jeder, der Angst hat vor dem kulturellen Identitätsverlust, ist gleich ein Rechtsradikaler oder Rassist.“ Umgekehrt sei aber nicht jeder Muslim ein Islamist oder gar Terrorist, nicht jeder Befürworter einer offenen Gesellschaft ein „vertrottelter Gutmensch“. Da die Flüchtlinge da seien, untergebracht und integriert werden müssten, appellierte Backeberg, Probleme offen anzusprechen, andere Meinungen zuzulassen und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth berichtete, dass die Bundesregierung insgesamt 4,8 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung stellen will und dass die Kommunen daran beteiligt werden sollen. Zudem würden Datenabgleiche und Flüchtlingsausweise diskutiert.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch lobte das Bürgerengagement als beispielhaft.

Bode und Kössler geehrt

Beim Neujahrsempfang werden Uetzer geehrt, die sich für ihre Heimatkommune besonders einsetzen, wie Otto Bode. Der 1937 geborene Landwirt ist aus der Kommunalpolitik kaum wegzudenken. Lange Jahre hat er sich im Ortsrat und Gemeinderat engagiert, war stellvertretender Ortsbürgermeister in Uetze, Mitglied in Verbänden und Vorstandsmitglied der Freibadgenossenschaft. Er habe ihn „immer kollegial und konstruktiv“ erlebt, sagte Werner Backeberg. „Wenn wir ihr etwas verraten hätten, wäre sie nicht gekommen,“ sagte der Bürgermeister mit Blick auf Sigrid Kössler. Die Kassiererin des Sozialverbandes fühle sich hinter den Kulissen wesentlich sicherer, etwa beim Mähen der Rasenflächen für den Heimatbund am Kuhlenberg, beim Abwaschen während des Pappaulfestes oder hinter dem Grill. „Ohne sie würde es zwischen den Vereinen nicht so harmonisch zugehen“, strich Backeberg ihr Wirken heraus.

Von Sandra Köhler

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