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Natur und Erlebnis im umgebauten Freibad

Uetze Natur und Erlebnis im umgebauten Freibad

Für den geplanten Umbau des sanierungsbedürftigen Uetzer Freibads liegen zwei neue Vorschläge auf dem Tisch. Danach soll die Badeanstalt zu einem Naturerlebnisbad werden, dessen Wasser biologisch gereinigt wird.

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Die Genossenschaftsvorstandsmitglieder Michael Kropp (links) und Jens Erfens zeigen einen neuen Entwurf für den Umbau der Uetzer Badeanstalt zu einem Naturerlebnisbad.

Quelle: Sonja Trautmann

Uetze. Nach den neuen Entwürfen fallen Nettobaukosten von knapp 1,3 Millionen beziehungsweise 1,5 Millionen Euro an. Wegen der Verwendung natürlicher Materialien wie Sand und Holz sprechen die Planer von einem Naturerlebnisbad.

Wie bei den bisherigen Planungen soll das bisherige Sport- in ein kombiniertes Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken umgebaut und die Pumpen erneuert werden. Es entsteht ein Bassin mit drei 50- und drei 33-Meter-Bahnen und einem barrierefreien Zugang. Das Wasser kann weiter geheizt werden. Geplant ist, das jetzige Schwimmerbecken im Nordosten zu erweitern, um im dort entstehenden Nichtschwimmerbereich eine Rampe und Treppe einbauen zu können. Ein Holzsteg, der in das Becken ragt, markiert den Übergang vom flacheren in den tieferen Bereich des Bassins. Der Sprungbereich bleibt erhalten.

Der wesentliche Unterschied zu den alten Entwürfen ist der Verzicht auf eine konventionelle Filteranlage. Ein sogenannter 600 Quadratmeter großer Geomatrix-Bodenfilter, der unter anderem aus Kies und Schilf besteht, soll das Wasser reinigen und südlich des Kombibeckens angelegt werden. Vorteile eines Biobades wären, dass der Energieverbrauch sinkt und bei der Wasseraufbereitung der Zusatz von Chemikalien wie Chlor entfällt. "Es muss niemand Angst haben, dass das Bad zu einem Tümpel wird. Das Wasser, das aus dem Wasserhahn kommt, darf trüber sein, als das Wasser, das wir dann im Naturerlebnisbad haben", stellt Michael Kropp klar, der sich seit November mit Jens Erfens im Vorstand der Badgenossenschaft um den Umbau kümmert.

Bei der teureren Lösung wird ein Teil des nicht mehr benötigten Nichtschwimmerbeckens in ein Planschbecken umgewandelt. Das übrige Nichtschwimmerbecken wird bis 50 Zentimeter unter dem jetzigen Wasserniveau mit Kies aufgefüllt. Auf dem Kiesbett wollen die Planer mehrere Spielgeräte aufstellen. "Damit sich Badbesucher auf die Außenumrandung ersetzen können, wird sie mit Holz vertäfelt", sagt Kropp. Das alte Planschbecken würde abgerissen.

Kropp und Erfens bevorzugen aus ästhetischen Gründen und wegen der optimalen Nutzung des Bades die große Lösung. Laut Kropp kann die Schwimmaufsicht bei dieser Variante vom Schwimmmeistergebäude auch das Planschbecken einsehen.

Entscheidung soll 2016 fallen

Der Vorstand der Freibadgenossenschaft will in einer außerordentlichen Mitgleiderversammlung die neuen Entwürfe für den Umbau vorstellen und die weitere Schritte auf dem Weg zur Badsanierung erläutern. Laut Vorstandsmitglied Michael Kropp soll in diesem Jahr die Entscheidung fallen, welche der vorliegenden Varianten die Genossenschaft umsetzen wird. Der Umbau soll nach der verkürzten Saison 2017 beginnen und bis zu den Sommerferien 2018 abgeschlossen werden. 

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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