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Gemeinde muss 44 weitere Flüchtlinge aufnehmen

Uetze Gemeinde muss 44 weitere Flüchtlinge aufnehmen

Uetze muss nun doch bis zum Jahresende neue Flüchtlinge aufnehmen. Nach Auskunft von Bürgermeister Werner Backeberg sind bereits 13 in der vorigen Woche eingetroffen.

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Uetze muss in diesem Jahr noch 44 Flüchtlinge aufnehmen.

Quelle: Julian Stratenschulte (dpa/Symbolbild)

Uetze. Nachdem das Land Anfang September in der früheren Stötzner-Schule eine Notaufnahmestelle - die erste in der Region Hannover - eröffnet hatte, hieß es damals: Städten und Gemeinden mit Erstaufnahmestellen werden die Bewohner dieser Unterkünfte auf ihre Quote der aufzunehmenden Asylbewerber angerechnet. Darauf hatten sich damals die Bürgermeister aus der Region und Regionspräsident Hauke Jagau geeinigt. Für die übrigen Städte und Gemeinden hatte das zur Folge, dass sie mehr Asylsuchende aufnehmen müssen.

Inzwischen gibt es jedoch weitere Erstaufnahmestellen in Neustadt, Wunstorf und Langenhagen. Weil die übrigen Regionskommunen dadurch große Probleme bei der Unterbringung der Asylsuchenden hätten, sei die Verteilung kürzlich bei einem Treffen der Bürgermeister wieder Thema gewesen, berichtet Backeberg.

Diese hätten sich auf einen neuen Verteilerschlüssel verständigt: „Jetzt werden die Bewohner der Erstaufnahmestellen zu 50 Prozent auf die eigentliche Quote angerechnet.“ Für Uetze bedeute das, dass die Hälfte der 200 Asylsuchenden in der Stötzner-Schule berücksichtigt werde, sagt Backeberg.

Nach dieser Berechnung bekommt Uetze bis zum Jahresende insgesamt 44 Flüchtlinge zugewiesen. Somit folgen den 13 Asylsuchenden, die in der vorigen Woche kamen, noch 31 weitere. Nach Backebergs Worten schafft es die Gemeinde, diese Personen in Wohnungen unterzubringen: „Wenn die Quote nicht angehoben wird.“

Sammelunterkünfte sind teuer

Die Gemeinde Uetze sucht dringend Wohnungen, um Asylbewerber unterzubringen. Denn 2016 bekommt sie weitere Flüchtlinge zugewiesen. Und die geplanten drei Flüchtlingswohnheime werden frühestens im Herbst 2016 bezugsfertig sein. „Wir machen uns intensiv Gedanken, wie wir die Zeit überbrücken“, sagt Bürgermeister Werner Backeberg. Für den Fall, dass die Gemeinde nicht genügend Wohnraum finde, prüfe man mehrere Alternativen. „Jede Wohnung ist besser als eine Notunterkunft, nicht nur unter menschlichen, auch unter finanziellen Aspekten“, stellt Backeberg klar. „Die Herrichtung einer Notunterkunft ist relativ teuer“, gibt er zu bedenken. Zum Beispiel müssten Sanitäranlagen installiert und Trennwände eingezogen werden. Für eine Sammelunterkunft benötige man zudem Sicherheitspersonal. „Auch das ist verhältnismäßig teuer“, weiß der Bürgermeister.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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