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Gemeinde will kleinere Schutzzone

Uetze Gemeinde will kleinere Schutzzone

Die Gemeinde hat in ihre Stellungnahme zur neuen Landschaftsschutzverordnung Ersetal die Einwände von Einwohnern einfließen lassen. Sie fordert, auf beiden Seiten der Erse nur einen zehn Meter breiten Schutzstreifen auszuweisen, in dem besonders strenge Vorschriften gelten.

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Für die Erse soll jetzt eine neue Landschaftsschutzverordnung erlassen werden.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Das hat der Verwaltungsausschuss der Kommune nach Auskunft des Bürgermeisters Werner Backeberg „nach intensiver Diskussion“ beschlossen. Im Verordnungsentwurf ist eine insgesamt 50 Meter breite Schutzzone vorgesehen, in der die Bestimmungen für sogenannte Flora-Fauna-Habitate gelten sollen. Das stößt bei Landwirten und Waldbesitzern auf Widerstand. Der Nebenerwerbsforstwirt Carsten Schlachter, der ein Wäldchen direkt an der Erse bei Abbeile besitzt, hatte inzwischen bei einem Ortstermin Gelegenheit, seine Bedenken einem Mitarbeiter der Regionsverwaltung zu schildern: Wenn es bei der 50 Meter breiten Schutzzone bleibe, könne er seine Waldfläche nicht mehr richtig bewirtschaften. „Zum Beispiel muss ich weiter kranke Bäume entfernen und ersetzen dürfen“, sagt Schlachter.

Die Landwirtschaft kann nach Meinung des Eltzer Landwirts Friedrich Amme grundsätzlich mit nur zehn Meter breiten Schutzstreifen an beiden Ufern leben. Aber die Bauern müssten Neophyten wie Riesenbärenklau und Indisches Springkraut mit chemischen Pflanzenschutzmitteln bekämpfen dürfen. „Das sind Arten, die hier nicht heimisch sind und die wir hier nicht haben wollen“, stellt Amme klar.

Laut Bürgermeister Backeberg spricht die Gemeinde in ihrer Stellungnahme auch den Hochwasserschutz an: Damit das Wasser abfließen könne, müsse es erlaubt sein, Totholz aus der Erse zu holen und die Sohle des Flussbetts zu mähen. In dieser Woche hat Backeberg ein Gespräch mit dem Umweltdezernenten der Region Hannover, Axel Priebs. Ihm will der Bürgermeister die Position der Kommune erläutern. Über die Schutzverordnung entscheidet die Regionsversammlung.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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