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Tempo 50 auf dem Dachtmisser Weg

Uetze Tempo 50 auf dem Dachtmisser Weg

Vergeblich haben Anwohner, die SPD-Ortsratsfraktion und Grünen-Ratsherr Gerorg Beu zum Schutz für Kinder Tempo 30 auf dem Dachtmisser Weg in Hänigsen gefordert. Die Verwaltung sieht lediglich die Möglichkeit, dort die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer herabzusetzen.

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Auf dem Dachtmisser Weg dürfen bisher Autos theoretisch 100 Stundenkilometer schnell fahren.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Theoretisch dürfen derzeit Autos außerhalb der geschlossenen Ortschaft auf dem Dachtmisser Weg 100 Stundenkilometer schnell fahren. Die Forderung, die bestehende Tempo-30-Zone auf dem Dachtmisser Weg über das Ortsschild hinaus bis zur Verlängerung der Windmühlenstraße auszudehnen, wurde damit begründet, dass dort Schulkinder und Bewohner des angrenzenden Baugebiets Am Weferlingser Weg zur nächsten Bushaltestelle gehen.

Jan Schultz, Leiter des Teams Ordnung und Verkehr, verweist darauf, dass die Gemeinde nach der Straßenverkehrsordnung Tempo-30-Zonen nur innerhalb geschlossener Ortschaften einrichten darf. Daher plant die Verwaltung, lediglich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Kilometer pro Stunde festzusetzen. Tempo 50 ist auch auf der verlängerten Windmühlenstraße erlaubt.

Eine Verkehrszählung vom 14. bis zum 20. Februar hatte ergeben, dass auf dem Dachtmisser Weg 85 Prozent der 1037 gemessenen Fahrzeuge höchstens 42 Stundenkilometer schnell gefahren sind.  "Es fuhren nur zehn Fahrzeuge schneller als 59 Kilometer pro Stunde. Dies sind erfahrungsgemäß die Unbelehrbaren oder Einsatzfahrzeuge", sagt Schultz.

Schultz sieht auch keine Möglichkeit, die Ortstafeln am Dachmisser Weg und an der Windmühlenstraße bis zur Kreuzung dieser Straßen zu versetzen, wie es die SPD vorgeschlagen hatte. Voraussetzung dafür sei eine geschlossene Bebauung entlang dieser Straßenabschnitte. "Eine geschlossene Bebauung liegt vor, wenn die anliegenden Grundstücke von der Straße auserschlossen werden", erläutert Schultz die Rechtslage. Die angrenzenden Grundstücke des Baugebiets Am Weferlingser Weg hätten aber keine direkten Zufahrten vom Dachtmisser Weg und von der Windmühlenstraße. "Demnach kommt hier keine Versetzung der Ortstafeln in Betracht", stellt der Teamleiter klar.

Die Verwaltung lehnt auch das Aufstellen von Pollern auf der Ostseite des Dachtmisser Weg ab, um auf den Grünstreifen einen geschützten Bereich für Fußgänger zu schaffen. Der Verkehrsraum würde eingeengt, was den Begegnungsverkehr erschweren würde, gibt Schultz zu bedenken. "Insbesondere für den landwirtschaftliche Fahrzeuge könnte dies zu einem Problem werden", fügt er hinzu.

Es sei auch nicht möglich, den Dachmisser Weg nur für den landwirtschaftlichen Verkehr und Besucher des Kindergartens freizugeben, der an der Ecke Windmühlenstraße/Dachtmisser Weg gebaut wird. Dafür müsste laut Schultz "aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage" bestehen.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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