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Schwüblingsen Junggesellen 
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Die Junggesellschaft Schwüblingsen entwickelt sich zu einer Erfolgsgeschichte. Vor rund einem Jahr spontan bei einem Grillabend mit sieben Leuten gegründet, zählt die Gruppe jetzt bereits 37 Mitglieder. Im September will die Junggesellschaft ihre erste eigene Großveranstaltung ausrichten.

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Die Junggesellschaft Schwüblingsen ist ein lustiges Völkchen. Sie will mit ihren Aktivitäten das Leben im Dorf abwechslungsreicher machen.

Quelle: privat

Schwüblingsen. „Wir haben lockere Statuten“, sagt die Vorsitzende Ann-Kristin Wiekenberg. Das sei möglicherweise eine Grund für den großen Zulauf. Die Junggesellschaft ist nicht nur offen für Mädchen und Jungen – „das ist längst nicht überall so“ – auch Leute aus anderen Ortschaften sind willkommen, und es gibt kein Aufnahmeritual. „Die Gemeinschaft bildet sich überregional. Es geht einfach darum, dass man sich sympathisch ist und versteht“, sagt Mitglied Christoph Bethmann. Für ihn persönlich liege der Reiz der Junggesellschaft darin, als 27-Jähriger mit 16-Jährigen gut befreundet zu sein. Zuvor hätten sie wenig miteinander zutun gehabt, obwohl sie im selben Ort leben.

Zu den Mitgliedern gehören neben Schwüblingsern auch junge Leute aus Abbensen, Dollbergen, Vöhrum und Hämelerwald. „Durch die Junggesellschaft hat sich das Dorfleben so verändert, dass auch Äuswärtige zum Osterfeuer gekommen sind“, sagt Wiekenberg. Sie könne sich noch an die Zeit erinnern, als die Dorfjugend aktiv gewesen sei und viele Aktionen auf die Beine gestellt habe. Daran wolle die Junggesellschaft anknüpfen, sagt die Vorsitzende. Liebgewonnene Veranstaltungen aus der Kindheit – wie Faschingsfeier und Drachenfest - sollen neu belebt werden.

Ein erster Versuchsballon war der Schwüblingser Hellau für Erwachsene Anfang des Jahres. „Wir haben festgestellt, dass die Schwüblingser Lust auf Fasching haben“, erzählt Wiekenberg, „rund 100 kamen zur Feier, diese gute Resonanz hat uns überrascht.“

Groß ist bei den Jugendlichen im Dorf offenbar auch das Interesse, Mitglied der Junggesellschaft zu werden. Der Jahrgang 2001 – das seien 17 Jungen und Mädchen, die im nächsten Jahr 16 werden – kann es laut Wiekenberg kaum erwarten, endlich mitzumachen zu dürfen. „Die scharren schon mit den Hufen und wünschen sich zum Geburtstag von ihren Eltern das T-Shirt der Junggesellschaft mit Ähren-Logo.“

Mitglied der Junggesellschaft dürfen Unverheiratete im Alter von 16 bis 30 sein. Mit der Hochzeit und dem 30. Geburtstag endet die aktive Zeit und man wird automatisch „Ährenmitglied“. Die Bezeichnung ist eine Anspielung an das Logo der Junggesellschaft, das passend zum bäuerlich geprägten Schwüblingsen ein landwirtschaftliches Motiv zeigt.

Um für die künftigen Aktionen ausgestattet zu sein, haben sich die Junggesellen ein praktisches Gefährt gebaut. Es heißt „Erika“ und ist ein überdimensionierter Bollerwagen ausgestattet mit Musikboxen, Zapfanlage, Licht und Nebelmaschine.

Stoppelfeld wird zu Rennbahn und Flugplatz

Ein Mofarennen und ein Drachenfest richtet die Junggesellschaft am zweiten Septemberwochenende aus. Die Großveranstaltung steigt auf einem etwa fünf Hektar großen Feld zwischen dem Schwüblingser Ortseingang Richtung Sievershausen und der Bahnüberführung.

Für das Mofarennen am Sonnabend, 10. September, wird ein Kurs mit Hügeln und Vertiefungen angelegt. Erwartet werden an die 40 Teams mit jeweils fünf Leute, die natürlich auch ihre Fans mitbringen. Veranstalter ist ein Privatmann, der einen festen Kreis von Fahrerteams um sich geschart hat, die von Rennen zu Rennen ziehen. Die Junggesellschaft übernimmt das Catering für Fahrer und Besucher auf dem Renngelände. Nach der Siegerehrung um 20 Uhr steigt eine Stoppelfeldparty mit DJ Mirco am Musikpult.

Am Sonntag, 11. September, sollen ab 11 Uhr die Drachen auf dem Feld fliegen. Kinder können sich zum Selbstkostenpreis einen Flieger aus Mülltüten basteln. Auf sie wartet zudem eine Hüpfburg und ein Schminkstand. Ein Höhepunkt soll die Ausstellung besonderer Flugdrachen sein. Die Junggesellschaft wird wie am Sonnabend für Getränke und Speisen sorgen. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

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Das ist Erika, ein überdimensionierter Bollerwagen. Das Chassis ist ein Mattenwagen, wie man ihn aus Sporthallen kennt. Ausgestattet ist das Gefährt Marke Eigenbau mit Musikboxen, einer Zapfanlage, Licht und einer Nebelmaschine.

Quelle: privat
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