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Glanzstück moderner Umwelttechnik

Dollbergen Glanzstück moderner Umwelttechnik

„Die Avista ist Hightech für den Umweltschutz und kann sich weltweit sehen lassen. Das finde ich sehr spannend.“ Dieses Fazit zog die Staatssekretärin und CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth, nachdem sie von Detlev Bruhnke, Vorstandsmitglied des Unternehmens, durch die Recyclingraffinerie in Dollbergen geführt worden war.

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Die Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth lässt sich von Dr. Detlev Bruhnke, dem Chief Technology Officer der Avista Oil, das Herzstück der Raffinerie, die Anlage für die erweiterte Selektiv-Raffination, erklären.

Quelle: Sandra Köhler

Uetze. Die Avista Oil Refining & Trading Deutschland ist einzigartig: Handelt es sich bei dem Betrieb doch nicht nur um den gemeindeweit größten Gewerbesteuerzahler und mit 210 Mitarbeitern um einen der größten Arbeitgeber in Uetze, sondern auch um Deutschlands größte Altölraffinerie. Ein Großteil der Verwaltung des Konzerns, der mit der Aufbereitung von jährlich 700.000 Tonnen Gebrauchtöl eines der führenden Unternehmen dieser Sparte in Europa ist, ist ebenfalls in Dollbergen angesiedelt.

Täglich liefern 50 bis 60 Tanklastwagen Gebrauchtöl an. Im Werk wird dieses mittels der patentierten, sogenannten erweiterten Selektiv-Raffination zu hochwertigem Basisöl recycelt. Aus diesem entstehen dann Motor-, Getriebe-, Hydraulik- und Metallbearbeitungsöle sowie Industrieschmierstoffe - und zwar in einem dreistufigen und fast abfallfreien Prozess, der den Kohlendioxidausstoß gegenüber der konventionellen Herstellung von Basisöl nach eigenen Tests um mindestens 30 Prozent senkt.

„Früher kamen 50 bis 60 Prozent des Altöls über die Schiene, heute sind es noch 25 Prozent“, sagte Bruhnke. Der Grund dafür sei die Politik der Bahn, die nicht als Dienstleister auftrete: „Wenn wir die ganze Infrastruktur und Logistik selbst stellen sollen, ist der Bau eines Tanklagers und der Transport auf der Straße rentabler.“ Das Gros der Lastwagen erreicht die Raffinerie nach Ansicht Bruhnkes über die Autobahn und die B 188, sodass sich die Belastung für die Nachbarorte in Grenzen halten soll.

Für eine zügige Abwicklung des Anlieferverkehrs sorgt die Entladestation. „Früher hat das schon mal drei Stunden gedauert, heute sind die Fahrer nach maximal 40 Minuten fertig“, erklärte Bruhnke der sichtlich beeindruckten Politikerin und der sie begleitenden Marion Gellermann, Geschäftsführerin der CDU-Fraktion im Uetzer Gemeinderat, das Prozedere.

Der Dampferzeuger der Raffinerie wird mit selbst erzeugten Brennstoffen befeuert. Dass aus dem geplanten benachbarten Biomassekraftwerk noch nichts geworden ist, findet Bruhnke schade: „Für uns wäre das gut, weil wir die CO2-Emissionen weiter senken könnten.“

Von Sandra Köhler

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