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Gossenfegen bleibt Sache der Anlieger

Uetze Gossenfegen bleibt Sache der Anlieger

Der Widerstand gegen die Einführung der maschinellen Gossenreinigung in der Gemeinde hat Erfolg: Der Ratsausschuss für Verkehr, Umwelt und Planung und der Uetzer Ortsrat haben am Dienstagabend einstimmig den Verwaltungsvorschlag abgelehnt.

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Die Kehrmaschine wird wohl nur in Hänigsen die Gossen reinigen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Daher bleibt es wohl dabei, dass die Gemeinde weiterhin nur in Hänigsen eine Firma mit dem Kehren der Gossen beauftragt.

Ziel der Verwaltung war, mittels einer neuen Gebührensatzung sowohl die Kosten für das Säubern der Rinnsteine als auch die für die Papierkorbleerung und den Winterdienst mit den Grundstückseigentümern abzurechnen. Im Gegensatz zu anderen Kommunen stellt die Gemeinde den Einwohnern bislang keine Gebühren für die Schneebeseitigung auf den Straßen in Rechnung.

„Es sollen Scheinleistungen abgerechnet werden“, schimpfte Ratsherr Hans-Hermann Brockmann (Gemeinsam für Eltze). Mit den Gebühren wolle die Verwaltung Haushaltslöcher stopfen. In Eltze gebe es nur sechs Papierkörbe. Bei einer kalkulierten Gebühr für die Papierkorbleerung von zwölf Cent je Meter Straßenfront würde die Gemeinde allein in Eltze bei einer Straßenlänge von zwölf Kilometern 1440 Euro für das Leeren der Abfallbehälter kassieren, rechnete Brockmann vor. Der Winterdienst des Bauhofes bestehe in Eltze hauptsächlich nur aus dem Schneeräumen an den Bushaltestellen. Im Übrigen fegten die Einwohner die Gossen besser als eine Firma mit einer Maschine.

Otto Bode (CDU) ergänzte, dass manche Straßen tagsüber zugeparkt seien: „Da ist es technisch gar nicht möglich, die Gosse maschinell zu reinigen.“

Jens Edler-Krupp (SPD) und Reinhard Degotschin (CDU) plädierten dafür, aus dem Satzungsentwurf lediglich den Passus zur Gossenreinigung zu streichen. Der Ortsrat und der Ratsausschuss lehnten dann aber doch die vorliegende Ratsdrucksache in Gänze ab.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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