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Markante Sprüche und ein Luther-Rap

Uetze Markante Sprüche und ein Luther-Rap

„Ohne Luther hätten wir keine gemeinsame Sprache“ – dieser Satz findet sich auf einer Skulptur, dem „Luthernagel“, die seit dieser Woche vor der Grundschule am Storchennest steht.

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Kunstschmied Hilko Schomerus sieht die Sprüche "Ohne Luther ..." als Gebot zum Nachdenken an.

Quelle: Bismark

Hänigsen. Geschaffen hat sie im Auftrag des Kirchenkreises Burgdorf der Kunstschmied Hilko Schomerus, der insgesamt 15 Werke für die Gemeinden in Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze gefertigt hat. „Die Sprüche haben mich bei der Arbeit stark beschäftigt“, sagte er während einer kleinen Feierstunde gestern Vormittag und plädierte dafür, sie sollten auch andere Menschen zum weiteren Nachdenken anregen.

Dass Sprache durchaus sehr lebendig ist – das bewiesen die 70 Jungen und Mädchen aus dem vierten Jahrgang. Sie präsentierten den Besuchern aus der Kirchengemeinde, dem Kirchenkreis, dem Ortsrat und Schulvorstand, aber auch Passanten auf dem Weg zum Einkaufen einen „Luther-Rap“. Den Text dazu hat Lehrerin Barbara Boos geschrieben, die Musik stammt von Lehrer Markus Bünger, arrangiert hat das Ganze dann Thomas Preuß, und mit dem Ergebnis konnten die Kinder dann richtig punkten.

„Sprache bezeichnet nicht nur Gegenstände wie Brot oder Steine“, sagte Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit. Sie diene auch dazu, Empfindungen auszudrücken. Dass Menschen in Deutschland dies in einer gemeinsamen Sprache können, sei ein Verdienst Martin Luthers. Deshalb stehe die Skulptur an der Grundschule richtig: „Ihr lernt nicht nur Grammatik, sondern erfahrt auch, dass der Tonfall von Worten etwas bewirken kann“, sagte die Superintendentin.

Auch Pastor Steffen Lahmann hob den exponierten Standort auf dem Gelände der Grundschule hervor. „In der Zeit der Reformation gründeten sich viele Schulen, und deshalb ist das hier ein guter Weg, um an Martin Luther und sein Wirken zu erinnern“, sagte Lahmann. Mit einer gemeinsamen Sprache könnten die Grundschüler für alle etwas Gutes erreichen – das gelte für die Jungen und Mädchen aus Hänigsen, Altmerdingsen, Obershagen, Krätze und Riedel, die jetzt in der Schule lernen, ebenso wie für jene, die die Schule künftig besuchen werden. Schulleiterin Kerstin Ackermann dankte allen Akteuren dafür, dass einer der 15 „Luthernägel“ nun an ihrer Schule steht.

Wie weit die Sprache des Reformators bis in die Gegenwart reicht, dokumentierten die Jungen und Mädchen mit bekannten Redewendungen, die vor allem bei den älteren Besuchern heftiges Kopfnicken hervorriefen. „Wenn einer sich in einer Sache nicht auskennt, soll er seinen Senf nicht dazugeben“, zitierte beispielsweise Malaika. Tim indes trug vor: „Kümmere dich nicht um ungelegte Eier!“, während Leevke am Mikrofon vortrug: „Ich halte es für einen geringeren Schaden, all sein Gut zu verlieren, als einen getreuen Freund.“ Kaja beendete die bunte Feierstunde schließlich mit dem Satz: „Wenn das Ende gut ist, ist alles gut.“

Info: Alle Sprüche und Standorte der „Luthernägel“ sowie Veranstaltungen zu diesem Thema finden sich unter www.ohne-luther.de im Internet.

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Die 70 Viertklässler der Grundschule am Storchennest präsentieren zur Enthüllung des „Luthernagels“ bekannte Sprüche des Reformators und einen eigenen Rap.

Quelle: Bismark
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