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Mit dem Trecker nach Paris

Uetze Mit dem Trecker nach Paris

Ein ungewöhnliches Abenteuer hat Günter Krüger hinter sich: Der 60-jährige Uetzer ist mit seinem Fendt GT 225, Baujahr 1962, nach Paris getuckert. Hinter den Oldtimer hatte der Rentner einen 46 Jahre alten Bauwagen gehängt, in dem er während der 14-tägigen Reise übernachtete.

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Günter Krüger ist mit seinem alten Fendt, Baujahr 1962, und seinem 46 Jahre alten Bauwagen wieder aus Paris zurückgekehrt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. "Vor etwa zehn Jahren habe ich den dummen Spruch losgelassen: Wenn ich mal Rentner werde, fahre ich mit meinem alten Trecker nach Paris", erzählt Krüger. Nachdem er im Dezember vorigen Jahres seinen Rentenbescheid erhalten hatte, entschied er, das Vorhaben im Mai umzusetzen.

"Im Januar habe ich angefangen, meinen ungenutzten Bauwagen zu restaurieren, den ich 2008 gekauft habe", berichtet der Maschinenschlosser. Erst eine Woche vor dem geplanten Start erhielt er vom TÜV die Genehmigung, mit dem Bauwagen auf Reisen gehen zu dürfen. "Er ist jetzt als Wohnwagen zugelassen", sagt Krüger. Zum Beispiel hatte er aus Sicherheitsgründen die Glas- gegen Kunststoffscheiben austauschen müssen.

Anhand von Landkarten hatte er die Strecke geplant. 'Doch während der Fahrt stellte sich heraus, dass auf den Karten nicht alle Kraftfahrzeugstraßen ersichtlich waren, auf die er mit seinem Traktor nicht durfte. So musste Krüger unterwegs immer wieder die Route ändern. Nicht bedacht hatte er, dass er mit seinem Gespann nicht bei Lorch die Autofähre über den Rhein nutzen durfte. So musste er zur Fähre bei Rüdesheim ausweichen.

Mühe hatte sein nur 25 PS starker Fendt, den relativ schweren Bauwagen die Berge hochzuziehen. Der Oldtimer quälte sich in Schrittgeschwindigkeit die Steigungen hoch. "Da tat mir mein Trecker etwas leid", sagt Krüger. Ansonsten habe der Traktor die mehr als 2000 Kilometer auf Hin- und Rückfahrt problemlos gemeistert. Von Pannen blieb Krüger weitgehend verschont. "Ich hatte nur einmal einen Plattfuß am Wagen", erinnert er sich.

Am sechsten Tag erreichte er am Abend einen Zeltplatz bei Paris. Am nächsten Morgen steuerte er das eigentliche Ziel der Reise an: den Eiffelturm. Die letzte Etappe dauerte im Pariser Verkehrschaos viel länger als erwartet. "Nach 15 Stunden war ich abends um zehn Uhr wieder auf dem Campingplatz", berichtet Krüger. Nach drei Tagen machte er sich auf den Heimweg.

Krüger ist nicht der einzige, der eine außergewöhnliche Tour mit einem Trecker hinter sich hat: Inge Fälchle aus Neustadt-Amedorf war mit ihrem Einzylinder Kramer im Jahr 2014 am Nordkap.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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