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Teerkerle machen ihr Museum winterfest

Uetze Teerkerle machen ihr Museum winterfest

Für das Hänser Teermuseum war die zurückliegende Saison ausgesprochen erfolgreich. "Wir haben in diesem Jahr deutlich mehr Besuche gehabt", sagt Thomas Degro, einer der sechs Teerkerle des Hänigser Heimatbunds.

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Sturm Xavier hat auch auf dem Museumsgelände gewütet: Thomas Degro steht vor den Pumpen, auf die ebenfalls Äste gefallen waren, die die Teerkerle inzwischen aber weggeräumt haben.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Rund 700 Besucher haben sich laut Degro in den Sommermonaten in den Ausstellungsräumen und auf dem Freigelände des Hänser Teermuseums über die Teerkuhlen auf dem Kuhlenberg und die Erdölförderung informiert. Weil die Teerkerle inzwischen auch hin und wieder Gäste aus dem Ausland haben, wollen sie im Winter einen Flyer mit Informationen auf Englisch verfassen.

Ein Kooperationspartner ist der in Hänigsen beheimatete Verein Kalibahn Niedersachsen-Riedel. "Er schickt uns vermehrt Besuchergruppen", berichtet Degro. Umgekehrt machen die Teerkerle ihre Gäste darauf aufmerksam, dass sie einen Museumsbesuch mit einer Draisinenfahrt auf der Kalibahnstrecke verbinden können.

Laut Degro bekommen die Teerkerle auch immer mehr Hilfe aus der Bevölkerung. "Wir haben eine enorme Unterstützung von örtlichen Handwerkern und Bauern", sagt er. Zum Beispiel habe ein Handwerker bisher keine Rechnung für die Warmwasserinstallation in der früheren Maschinenhalle ausgestellt. Außerdem könnten die Teerkerle auf Helfer wie die Mittwochgruppe des Heimatbunds zählen, die auf Zuruf bei Arbeiten auf dem Museumsgelände mit anpackten.

"Eigentlich wollten wir jetzt den Kuhlenberg winterfest machen", sagt Degro. Aber der Sturm Xavier habe ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Böen wehten Bäume um und knickten Äste ab. Einige Äste fielen auf zwei Ölförderumpen auf dem Freigelände. "Das ist zum Glück glimpflich ausgegangen", berichtet Degro. Als sie die Äste entfernten, stellten sie fest, dass die Pumpen keinen Schaden genommen haben.

Derzeit kreischen auf dem Kuhlenberg Motorsägen. Bei den Aufräumarbeiten würden aber nur beschädigte Bäume gefällt, die Besucher auf den Wegen gefährden könnten, betont Degro. "Wir betrachten den Kuhlenberg als Naturwald", fügt er hinzu. Nach seinen Worten arbeiten die Teerkerle mit dem Naturschutzbund (Nabu) zusammen. Der habe auf dem Gelände Nistkästen aufgehängt.

Auch für das Winterhalbjahr haben sich die Teerkerle einiges vorgenommen. Sie wollen die Exponate neu ordnen, systematischer ausstellen und neu beschriften. "Wir wollen zum Beispiel die alten Bilder chronologisch aufhängen. Dann kann man schön sehen, wie sich die Technik entwickelt hat", sagt Degro. Geplant ist außerdem, das Archiv des Museums zu sichten. "Wir haben auch noch Sachen auf Dachböden, die wir inventarisieren wollen."

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Fotostrecke Uetze: Teerkerle machen ihr Museum winterfest

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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