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Herkulesstaude bereitet Sorgen

Uetze Herkulesstaude bereitet Sorgen

Michael Schmitz und Marcel Hollenbach von der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover hatten in der jüngsten Sitzung des Uetzer Umweltratsausschusses keinen leichten Stand. Sie konnten die Kritik von Landwirten und Waldbesitzern an der neuen Landschaftsschutzverordnung Ersetal nicht ausräumen.

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Der Flusslauf der Erse seht unter besonderem Schutz, weill das Land Niedersachsen es der Europäischen Union als FFH-Gebiet gemeldet hat.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Das Land Niedersachsen hat den Flusslauf der Erse als besonders schutzwürdiges Flora-Fauna-Habitat (kurz FFH-Gebiet) bei der EU gemeldet. Die Region müsse die alte Landschaftsschutzverordnung an die strenge FFH-Richtlinie anpassen, sagte Schmitz.

Das FFH-Gebiet entlang der Erse ist 50 Meter breit. Dort soll zum Beispiel der Einsatz von Dünge- und Pflanzschutzmitteln verboten werden. Zum neuen Landschaftsschutzgebiet sollen noch weitere Flächen gehören. Es soll fast 490 Hektar groß werden. Davon kommen 190 Hektar neu unter Schutz.

Der Eltzer Landwirt Friedrich Amme sprach sogar von Enteignung, weil er seine Flächen nicht mehr richtig bewirtschaften dürfe. Ohne Pflanzenschutzmittel bekomme man den Riesenbärenklau und das Indische Springkraut nicht in den Griff, gab er zu bedenken. „Springkraut verdrängt alle anderen Pflanzen. Das muss bekämpft werden“, sagte auch Waldbesitzer Carsten Schlachter. Junge Bäume könnten nicht wachsen, wo sich die bis zu zwei Meter hohe Pflanze ausbreite.

Nach Hollenbachs Worten kann man bei der Springkrautbekämpfung auf Chemikalien verzichten: „Das lässt sich einfach zupfen.“ „Das Problem ist eher der Riesenbärenklau“, räumte Schmitz ein. Hollenbach deutete an, dass die Region möglicherweise auf Antrag den Einsatz von Pestiziden zur Bekämpfung der Herkulesstaude genehmigen werde. Aber: „Das wollen wir nicht komplett freistellen“, fügte er hinzu. Das überzeugte Amme nicht: „Wir werden mit unseren Problemen alleingelassen.“ „Ist der Hochwasserschutz gewährleistet?“, fragte SPD-Ratsherr Reinhard Bührig. Wenn es erforderlich sei, könne Totholz aus der Erse entfernt werden, antwortete Schmitz. „Wir werden nicht so eingreifen, dass der Wasserabfluss substanziell gefährdet ist“, versprach er.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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