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Hochwasserschutz hat Priorität

Eltze Hochwasserschutz hat Priorität

Die Eltzer Wassermühle ist als Industriedenkmal nicht nur ein Ausflugsziel mit langer Geschichte. Sie hat auch heute noch eine wichtige Aufgabe: Die Eigentümerin ist verpflichtet, den Hochwasserschutz der Ortschaft Uetze zu gewährleisten.

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In regenreichen Zeiten verwandelt sich der Prangenhohl (großes Bild) in einen reißenden Fluss. Angelegt wurde der Graben im frühen
17. Jahrhundert. Er verbindet die Fuhse mit der Erse.

Quelle: Wulf-Dettmer

Uetze. Wenn die Fuhse, die mitten durch Uetze fließt, Hochwasser führt, muss das Wehr zum Prangenhohl geöffnet werden. Der Prangenhohl ist ein künstlicher, etwa 400 Meter langer Wasserlauf, der die Fuhse mit der Erse verbindet. Er kann 80 Prozent des ankommenden Fuhsewassers aufnehmen. Damit wird verhindert, dass die Fuhse über die Ufer tritt.

In der Regel hat der Pächter oder Mieter der Mühle diese Aufgabe im Auftrag der Eigentümerin wahrgenommen. Seit Horst Gräbing 2011 in die Mühle einzog, hat er das Wehr zuverlässig bedient, sodass es in Uetze nicht mehr zu Überschwemmungen kam.

Das war in der Vergangenheit nicht immer so gewesen. Frühere Pächter der Eltzer Mühle hatten diese wichtige Aufgabe oft mehr schlecht als recht erledigt. Die Folge war, dass Anrainer der Fuhse sogar schon die Polizei rufen mussten, damit das Wehr geöffnet wurde. „Das muss funktionieren, sonst säuft Uetze ab“, sagt Peter Schillhofer von der Gemeinde Uetze.

Damit nach dem Weggang des Ehepaars Claudia und Horst Gräbing nicht wieder die früheren Probleme auftauchen, habe die Gemeinde der Eigentümerin bereits deutlich gemacht, dass „wir großen Wert auf den Hochwasserschutz legen und wir darauf achten werden, dass dieser eingehalten wird“, sagt Rathaussprecher Andreas Fitz. Verantwortlich für die Kontrolle des Wasserstands der Fuhse ist der Unterhaltungsverband Obere Fuhse. Auch die Gemeinde Uetze ist dort Mitglied und zahlt jedes Jahr mehr als 10 000 Euro Beitrag.

Das Ehepaar Gräbing hat, wie in der Sonnabendausgabe berichtet, nach dem jahrelangen Kleinkrieg mit der Verpächterin und den Nachbarn sein Mühlencafé geschlossen. Sobald sie eine Wohnung und eine Bleibe für ihre Tiere gefunden haben, werden Gräbings die Eltzer Mühle verlassen.

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