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IGS stellt neues pädagogisches Konzept vor

Uetze IGS stellt neues pädagogisches Konzept vor

Allen kräfteraubenden Reibungen um Räume im Schulzentrum Uetze zum Trotz hat die noch junge Aurelia-Wald-Gesamtschule ein neues pädagogisches Konzept erarbeitet. Lernwerkstätten, Lernbüros und Projektarbeit sind die Säulen des Konzepts überschrieben, mit der die Schule ins neue Schuljahr gehen will.

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Vizeschulleiterin Janett Bierwisch (links) und die Didaktische Leiterin der IGS, Peggy Richert, sind froh, dass die IGS mit einem eigenen pädagogischen Konzept ins kommende Schuljahr gehen wird.

Quelle: Joachim Dege

Uetze. Gesamtschulen, die jüngst wie Pilze aus dem Boden wachsen, sind inhaltlich bisweilen mit heißer Nadel gestrickt. Das soll auch in Uetze so gewesen sein, wenn man Stimmen aus dem aktuellen IGS-Lehrerkollegium Glauben schenken darf. Die Aurelia-Wald-Gesamtschule, mittlerweile im zweiten Schuljahr ihres Bestehens, hat reagiert und ein auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenes pädagogisches Konzept erarbeitet.

Die Uetzer IGS-Pädagogik ist auf drei Fundamente gegründet:

Die Schule richtet vom nächsten Schuljahr an sogenannte Lernwerkstätten ein für die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch. Dort arbeiten die Schüler an Lernbausteinen. Dabei sollen sie ihre jeweiligen Stärken erkennen und etwaige Schwächen abbauen. Dahinter steht laut der Didaktischen Leiterin Peggy Richert die Erkenntnis, dass jedes Kind auf irgendeinem Feld eine Stärke besitzt. Sei diese erst erkannt, könne auch der schwächste Schüler motivierende Erfolgserlebnisse verbuchen. In der Stundentafel sind pro Jahrgang zwei Lernwerkstätten vorgesehen: Eine ist Pflicht, die zweite freiwillig. Um die Zeit für die Lernwerkstätten zu gewinnen, kürzt die Schule den in Doppelstunden erteilten Fachunterricht von 90 auf 80 Minuten.

Die Lernbüros sind eine Kooperation mit dem von der Gemeinde im Schulzentrum organisierten Ganztagsangebot. Fällt etwa ein besonders betreuungsintensives Kind im Unterricht störend auf und hindert seine Mitschüler so am Lernerfolg, droht nicht Strafe. Das Kind darf ins Lernbüro. Dort halten pädagogische Mitarbeiter Sportangebote zum Abreagieren überschüssiger Kräfte bereit, bevor die Schüler dann erneut an Unterrichtsinhalte herangeführt werden.

Die dritte Säule der IGS-Pädagogik bildet die Projektarbeit. Das Ganztagsschulbüro der Gemeinde kümmert sich um Jahrgang fünf. Das IGS-Lehrerkollegium um die Jahrgänge sechs und sieben. Dabei soll es nach Darstellung der stellvertretenden Schulleiterin Janett Bierwisch inhaltlich um die Themen Bewegung, Sport, Sozialkompetenzen und Methodenlernen gehen.

Schulleiter Frank Stöber, seine Stellvertreterin Janett Bierwisch und die Didaktische Leiterin der Schule, Peggy Richert, haben das Konzept vor den Osterferien in den Grundzügen bereits der Elternschaft präsentiert und anschließend im Detail nachjustiert. Der Schulvorstand hat es inzwischen beschlossen, sodass alle geplanten Neuerungen im nächsten Schuljahr eingeführt werden können.

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