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IGS in Uetze wünscht sich eine Oberstufe

Uetze IGS in Uetze wünscht sich eine Oberstufe

Die Gesamtschule in Uetze hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die Einrichtung einer Oberstufe in der Gemeinde vorbereiten soll. Doch aus dem Rathaus kommt bereits Gegenwind.

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Die Aurelia-Wald-Gesamtschule ist seit Beginn dieses Schuljahres im früheren Hauptschultrakt des Schulzentrums untergebracht.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze.  Die Aurelia-Wald-Gesamtschule (AWG) wünscht sich ab dem Schuljahr 2020/21 eine Oberstufe. Der Schulvorstand hat nach Auskunft des Gesamtschuldirektors Frank Stöber eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die den Antrag an die Landesschulbehörde vorbereiten soll. Ihr gehören Lehrkräfte, Schüler- und Elternvertreter sowie Vertreter der Gemeinde Uetze als Schulträger an. Den Antrag müsste der Schulträger spätestens 2019 stellen. Derzeit besuchen Schüler der Jahrgänge fünf bis acht die AWG.

Die Arbeitsgruppe werde sich Gedanken über die Form der Oberstufe machen, kündigt Stöber an. Sie wolle sich Oberstufen anderer Integrierter Gesamtschulen anschauen. „Sie wird auch über Kooperationsmöglichkeiten nachdenken“, sagt der Schulleiter. In der Vergangenheit gab es hin und wieder Überlegungen über eine gemeinsame Oberstufe mit Burgdorf. Aus Stöbers Sicht ist diese Frage noch offen, weil die IGS in Burgdorf ein Jahr später als die AWG den Betrieb aufgenommen hat und somit erst 2021/22 eine Oberstufe einrichten könnte.

Nach Stöbers Auffassung sprechen mehrere Gesichtspunkte für eine Sekundarstufe II an der AWG: „Wir haben Kollegen mit Oberstufenerfahrung.“ Die Mehrzahl der Lehrkräfte seien Gymnasiallehrer. Die Schüler, die ihr Abitur machen wollten, müssten nicht nach der zehnten Klasse die Schule wechseln. Außerdem mache eine Oberstufe die AWG attraktiver.

„Wir als Eltern meinen, dass zur Integrierten Gesamtschule eine Oberstufe gehört. Eine IGS ist erst mit einer Oberstufe komplett“, sagt die Schulelternratsvorsitzende Katrin Bartloff. Die Integrierten Gesamtschulen hätten ein anderes pädagogisches Konzept als Gymnasien. Deshalb sollten IGS-Schüler nicht auf ein Gymnasium wechseln müssen, um Abitur zu machen.

Doch bei der Gemeinde besteht offenbar wenig Neigung, für die AWG eine Oberstufe zu beantragen. Die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch erinnert an den Ratsbeschluss von 2013. Damals hatte der Rat beschlossen, dass die Gemeinde eine IGS gründen und gleichzeitig das Gymnasium Unter den Eichen stärken soll. Der Schulträger dürfe daher nichts tun, was den Erhalt des Uetzer Gymnasiums gefährde, betont Tesch. Die Schülerzahlen reichten nicht für zwei Oberstufen in der Gemeinde aus. „Wir wollen keine Konkurrenzsituation“, sagt die Erste Gemeinderätin.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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