Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Igel wagt sich am Tag heraus

Uetze Igel wagt sich am Tag heraus

Männliche Igel sind derzeit auf Brautschau. Das kann der Grund dafür sein, dass die stacheligen Einzelgänger jetzt in der Paarungszeit vereinzelt schon vor Einbruch der Dämmerung auf den Beinen sind. Eigentlich sind sie dämmerungs- und nachtaktiv.

Voriger Artikel
Reiterelite zeigt ihr Können in Eltze
Nächster Artikel
Volksfestkönig muss der Stärkste sein

Dieser Igel lebt in einem Garten in Uetze am Schachtacker.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. In diesen Tagen kam ein Igel in einem Garten am Schachtacker schon vor 21 Uhr aus seinem Versteck im Gebüsch. Erhard Zander, Naturschutzbeauftragter für die Gemeinde Uetze, vermutet, dass es sich um ein Männchen handelt, das ein Weibchen gerochen und sich auf den Weg zu ihr begeben hat. „Igel können zwar schlecht sehen, aber gut riechen“, bestätigt auch Ernst Schmidt, Vorstandsmitglied des Naturschutzbundes Burgdorf, Lehrte und Uetze.

Laut Zander schlafen Igel tagsüber unter Büschen und in Hohlräumen, zum Beispiel unter einem Schuppen. „Sie laufen erst in der Dämmerung los und suchen sich dann ihr Futter“, berichtet Zander. Die Stacheltiere vertilgen Würmer, Käfer, Larven, Schnecken, Insekten „und was sie sonst noch an tierischem Eiweiß bekommen können“.

Bis zum Herbst fressen sich die Igel ihre Fettdepots für den Winterschlaf an. Nach Ansicht der meisten Fachleute sollten die Säugetiere im Spätherbst mindestens 500 Gramm wiegen, um gut durch die Wintermonate zu kommen.

„Junge Igel sollte man erst im Spätsommer füttern - und dann ausschließlich mit Katzenfutter“, lautet Schmidts Ratschlag. Auf keinen Fall sollte man ihnen Schälchen mit Milch hinstellen. „Das ist das Schlimmste, was man machen kann“, stellt Schmidt klar. „Milch vertragen sie nicht. Davon bekommen sie Durchfall“, erläutert Zander und fügt hinzu, dass die Stacheltiere daran sogar sterben können.

„Ideale Lebensbedingungen finden Igel in unaufgeräumten Gärten“, sagt Schmidt. Dort sollte das Laub liegen bleiben, damit die possierlichen Tiere darunter ihr Winterquartier einrichten können. Zander empfiehlt, in einer entfernten Ecke des Gartens einen Laubhaufen aufzuschichten. „Wenn man den mit Holzplanken abdeckt, dann sind die Tiere darunter besser vor Regen geschützt“, fügt der Naturschutzbeauftragte hinzu.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

doc6sn592v6lp414q8pidf0
Rauchzeichen ziehen übers Land

Fotostrecke Uetze: Rauchzeichen ziehen übers Land