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Kinder wählen ihre Bürgermeisterin

Uetze Kinder wählen ihre Bürgermeisterin

"Alles macht Spaß", sagt die zwölf Jahre alte Tara und lässt sich nicht weiter stören. Konzentriert sägt sie aus Sperrholz die Silhouette eines Hauses aus. Tara ist eines der 37 Kinder, die sich für das Feriensprachcamp der Gemeindejugendpflege im Uetzer Freibad angemeldet haben.

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Sandra Heitmüller (rechts), Mitarbeiterin des Jugend, macht am Morgen mit den Kindern Bewegungsspiele.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Das ausgesägte Holz werde Tara noch anmalen und dann ihren Namen darauf schreiben, so dass ein Namensschild entstehe, sagt Hermann Günther, Mitarbeiter der Jugendpflege. Mit seiner Kollegin Ute Schmidt leitet er den Kreativworkshop des Camps.

Daneben gibt es eine Presse-, eine Aktiv- und eine Verpflegungsgruppe. Nach jeweils zwei Tagen wechseln die Kinder und Jugendlichen in einen anderen Workshop, damit sie alle Angebote kennenlernen.

Die Aktivgruppe macht Sport in der Grundschulturnhalle. Im Presseworkshop entsteht die Campzeitung, die alle Jungen und Mädchen am Ende des Zeltlagers mit nach Hause nehmen können. Die Verpflegungsgruppe bereitet die Snacks zu, mit denen sich die Jungen und Mädchen während der Nachmittagspausen stärken können. "Heute gibt es Obstsalat mit Vanilleeis und morgen Crêpes mit Schokolade. Das haben sich die Kinder selbst ausgesucht", sagt Workshopleiterin Ute Leßmann. Doch bevor die Gruppe das Obst für den Salat schnippeln kann, muss sie noch einkaufen. Mit einem Bollerwagen zieht sie zum Wochenmarkt.

Mitbestimmen können die Kinder nicht nur bei der Essenszubereitung. So haben sie am ersten Tag nach mehreren Kennenlernspielen eine Bürgermeisterin gewählt. Mare setzte sich gegen drei Konkurrenten durch. "Wenn es Streit gibt, muss ich ihn schlichten", sagt die Elfjährige. Während der alltäglichen Abschlussrunden können die Kinder Verbesserungsvorschläge machen. "Darüber wird im Zweifelsfall abgestimmt", berichtet Gemeindejugendpfleger Holger Kleinfeld. "Die Grundregeln für das Camp, unser Grundgesetz, haben wir gemeinsam erarbeitet", erzählt die Sozialpädagogin Anna Schofeld. 

Nach ihren Angaben sind 13 der 37 Kinder Flüchtlinge oder haben einen anderen Migrationshintergrund. "Diejenigen, die noch geringe Sprachkenntnisse haben, sollen von den anderen spielerisch Deutsch lernen", sagt Schofeld. Daher fördere die Lotto-Sport-Stiftung das Ferienlager mit 11000 Euro. Im Camp lernten die Jungen und Mädchen mit ausländischen Wurzeln neue Freunde kennen, fügt Kleinfeld hinzu. So würden sie integriert.

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Fotostrecke Uetze: Kinder wählen ihre Bürgermeisterin

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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