Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Alte Windräder weichen neuen Anlagen

Uetze/Lehrte Alte Windräder weichen neuen Anlagen

Drei neue Windräder mit Nabenhöhen von 138 bis 140 Metern sollen bis Mitte des Jahres im Dreieck zwischen Schwüblingsen, Sievershausen und Oelerse aufgestellt werden. Dafür werden drei ältere Modelle abgerissen. Derzeit herrscht Tag und Nacht Betrieb auf der Baustelle in der Feldmark.

Voriger Artikel
Förderverein für Gesamtschule startet
Nächster Artikel
Es gibt wieder ein Feriencamp im Freibad

Das Fundament des Windrads wird in den nächsten Tagen aus dem Boden gerissen - im Hintergrund liegen die oberirdischen Teile der alten Windenergieanlage für den Abtransport bereit.

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze/Lehrte. Bei Einbruch der Dunkelheit scheint es auf der Baustelle erst richtig los zu gehen. Schon von Weitem sieht man die Scheinwerfer an den Kränen und die Sicherheitslampen der Tieflader leuchten. Stück für Stück - von oben nach unten - werden die Windenergieanlagen abgetragen: Die Rotorblätter, die Gondel mit der gesamten Technik, der Turm und schließlich das Fundament.

Doch auch tagsüber wird gearbeitet: Am Mittwoch sind zwei Bagger mit Meißel und Schaufel damit beschäftigt gewesen, eines der drei Stahlbetonfundamente, die mehrere Meter tief im Boden verankert sind, herauszureißen. Bislang haben die Bauarbeiter ein Fundament komplett beseitigt, am zweiten sind sie derzeit im Gange. Dem Dritte rücken sie in den nächsten Tagen zu Leibe, dessen Stromkabel sind schon gekappt.

Die oberirdischen Teile von zwei Windrädern sind in den vergangenen Tagen auf Tieflader verladen und abtransportiert worden. Vom Dritten liegen sie abholbereit am Fuß einer der mehr als 30 Anlagen in dem Windpark.

Bauherr ist die Firma Windstrom aus Edemissen. Für die abgebauten Räder wird sie nach Auskunft einer Firmensprecherin drei neue aufstellen: eines mit einer Nabenhöhe von 140 Metern und einer Leistung von 3,3 Megawatt, zwei mit 138 Metern und einer Leistung von jeweils 2,35 Megawatt. Genehmigt worden sei das aktuelle Repowering noch auf der Grundlage des alten Regionalen Raumordnungsprogramms. Windstrom hofft, die drei neuen Windenergieanlagen, die in der Oelerser Feldmark stehen werden, Mitte diesen Jahres in Betrieb nehmen zu können.

Zudem hat das Edemisser Unternehmen bei der Region Hannover, die  Genehmigungsbehörde ist, den Antrag gestellt, drei weitere Anlagen in der Schwüblingser Gemarkung repowern zu dürfen. "Der Antrag liegt vor, ist aber noch nicht genehmigt", teilt Regionssprecher Klaus Abelmann auf Anfrage mit. 

Die Edemisser sind jedoch nicht die einzigen, denen Anlagen in dem Windpark gehören, der einer der größten in der Region ist. "Gerade heute hat die Region einen Antrag der Firma Windkraft Regional auf Repowering von fünf Anlagen im Bereich Schwüblingsen an die Träger öffentlicher Belange wie Flugsicherung und Naturschutzverbände mit der Bitte um Stellungnahme weitergeleitet", berichtet Abelmann. Windkraft Regional GmbH mit Sitz in Hannover hat laut Region zunächst vorgehabt, acht Anlagen auszutauschen, jetzt allerdings ihre Pläne auf fünf reduziert.

Darüberhinaus sind weitere Anträge - alle für den Uetzer Bereich des Windparks - bei der Region Hannover eingegangen. Die international aufgestellte Firma baywa.re will laut Abelmann acht von neun Rädern repowern. Die Firma Ackerstrom aus Neustadt am Rübenberge plant dort den Bau von drei und das Unternehmen Turbowind aus Hannover von vier neuen Anlagen. "Die Anträge liegen vor, jetzt läuft die Genehmigungsverfahren", sagt der Regionssprecher.

doc6to7kpkw9s913jyn9j7

Fotostrecke Uetze: Alte Windräder weichen neuen Anlagen

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wq5uzmso0836vv6gf7
Sonne lacht dem Pappaulfest zu

Fotostrecke Uetze: Sonne lacht dem Pappaulfest zu