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Anlieger wehren sich gegen Ausbaupläne

Uetze Anlieger wehren sich gegen Ausbaupläne

In Uetze setzen sich Anlieger gegen die Ausbaupläne für die Mühlenstraße zur Wehr. Die Anwohnerin Susanne Güthoff hat im Rathaus eine Unterschriftenliste überreicht, um die Kritik der Betroffenen am vorliegenden Entwurf zu verdeutlichen.

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Linienbusse fahren derzeit über die gepflasterte Fahrbahn der Mühlenstraße, die rund sechs Meter breit ist. Anwohner befürchten, dass es für Busse und Müllfahrzeuge bei einer geplanten Fahrbahnbreite von 4,25 Metern zu eng wird.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. "Es haben fast alle Grundstücksbesitzer unterschrieben", berichtet Güthoff. Mit den Unterschriften habe sie im Sekretariat des Bürgermeisters ein Begleitschreiben abgegeben. Darin seien die Bedenken der Anwohner gegen den Entwurf genannt.

"Die Fahrbahn ist viel zu schmal geplant", beanstandet die Uetzerin. Nach dem vorgestellten Entwurf soll die Fahrbahn in einer Breite von 4,25 Metern asphaltiert werden. "Die Müllfahrzeuge kommen dann nicht mehr durch", befürchtet Güthoff. Auf Unverständnis stößt bei ihr, dass bei Begegnungsverkehr eines der beiden Fahrzeuge auf den 2,50 Meter breiten Gehweg auf der Nordseite ausweichen soll. "Dann müssen die Fußgänger zur Seite springen", sagt sie.

Das Regenwasser soll nach den Vorstellungen der Planer auf der Südseite in einer Mulde mit einer Rigole versickern. An der Versickerungsmulde lässt Güthoff kein gutes Haar. "Die wird zum Hundeklo", sagt sie voraus. Sie befürchtet, dass der Bauhof den Grünstreifen auf der Südseite nicht pflegen wird und diese Arbeit bei den Anwohnern hängen bleibt. Außerdem werde die Rigole mit der Zeit verstopfen, sodass das Wasser nicht mehr richtig versickern könne.

Außerdem sind auf der Südseite auf der gesamten Ausbaustrecke zwischen dem Thielenplatz und der früheren Mühle Amme sechs befestigte Parkplätze geplant. Nach Güthoffs Einschätzung reicht das nicht aus. Die Anwohnerin schlägt vor, auf die ausgewiesenen Parkplätze zu verzichten und stattdessen die Fahrbahn so breit zu bauen, "dass man darauf zumindest auf einer Seite parken kann". Bei der jetzigen Fahrbahnbreite von rund sechs Metern gebe es keine Parkprobleme, argumentiert sie. Sogar Linienbusse und Müllfahrzeuge kämen derzeit an den abgestellten Autos problemlos vorbei. Die geparkten Fahrzeuge verhinderten, dass gerast werde.

Güthoff ist nicht bereit, die Anliegerbeiträge zu zahlen, wenn der jetzige Entwurf realisiert werden sollte. "Wir werden genötigt, etwas zu nehmen, was wir nicht haben wollen, und müssen dafür bezahlen", ärgert sie sich.

Stichwort: Rigole

Rigolen sind in der Regel unterirdische Pufferspeicher für Regenwasser. Sie sollen eingeleitetes Regenwasser aufnehmen, damit es anschließend versickert. Die Rigolen sind mit Kies oder ähnlichen versickerungsfähigen Materialien gefüllt. Laut dem Internetlexikon Wikipedia zeichnen sie sich durch ihre gute Rückhaltewirkung und wegen ihrer unterirdischen Lage durch einen geringen Flächenbedarf auf. "Sie bieten jedoch keine Wartungsmöglichkeit und unterliegen der Möglichkeit einer Verstopfung", heißt es dort außerdem. Ein Rigolen-Mulden-System, wie es für die Uetzer Mühlenstraße geplant ist, gibt zum Beispiel in Schillerslage am Flachsfeld.

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In Schillerslage am Flachfeld läuft das Regenwasser von der Fahrbahn in ein Mulden-Rigolen-System und versickert dort.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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