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In Uetzes Vergangenheit mit QR-Codes

Uetze In Uetzes Vergangenheit mit QR-Codes

Um den Ort gerade für junge Leute attraktiver zu gestalten, hat Uetzes Ortsbürgermeister Hartmut Schulte eine besondere Idee: QR-Codes.

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Das Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges: Hier könnte über einen QR-Code über die Entstehung des Denkmals aufgeklärt werden. 

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Uetze. Wer vor einem Denkmal oder einer Kirche steht und gerne mehr über das Gebäude erfahren möchte, sucht wahrscheinlich zunächst nach einem Informationsschild. In Zeiten des Smartphones zieht er vielleicht das Internet für eine kurze Recherche heran. Noch schneller und einfacher geht es aber mit QR-Codes. Die möchte der Ortsrat im nächsten Jahr in Uetze einführen.

„Heutzutage hat ja fast jeder ein Smartphone“, sagt Hartmut Schulte, Ortsbürgermeister von Uetze. Mit den entsprechenden Apps, die kostenlos aus dem Appstore heruntergeladen werden können, kann jeder Smartphonebesitzer QR-Codes lesen oder sogar selbst erstellen. Solche Apps sind zum Beispiel „QR Code Scanner“ für iOS- und „QR Droid Code Scanner“ für Android-Betriebssysteme. Schulte plant, die Codes als kleine Aufkleber an Sehenswürdigkeiten des Ortes anzubringen. Dieser Code kann dann mit jedem Smartphone, das über die entsprechende Scanner-App verfügt, gelesen werden. Dazu muss nur die App geöffnet und die Kamera des Telefons auf den Aufkleber gerichtet werden. Die App scannt den Code, ähnlich wie eine Supermarktkasse Barcodes von Lebensmitteln scannt. Auf dem Display öffnet sich dann automatisch eine Internetseite, die weitere Informationen zur entsprechenden Sehenswürdigkeit enthält.

Eine solche Sehenswürdigkeit könnte der Hindenburgplatz sein. Wer Genaueres über das Leben Hindenburgs erfahren möchte, muss nur den QR-Code scannen. „Ich denke da auch an Kirchen, alte Bauernhäuser, Straßenschilder und Denkmäler“, sagt Schulte. Auf die Idee zu den Codes kam er durch das Uetzer Denkmal der im Ersten Weltkrieg Gefallenen. Die Namen darauf sind mittlerweile unleserlich, weil sie so verblichen sind. Daher plant die Gemeinde, neben dem Denkmal eine Tafel aufzustellen. Darin sollen die Namen und Geburtsdaten der Soldaten eingraviert sein. Zusätzlich soll ein QR-Code an die Tafel geklebt werden, über den weitere Informationen zu den Personen abrufbar sind.

Auch der geplante Gedenkstein für drei Polen, die von der Gestapo ermordet wurden, soll mit einem Code versehen werden. „Die Stelle des Gedenksteins ist aber sehr schlecht zu finden“, sagt Schulte. Daher sollen auf der geplanten Internetseite auch Wegbeschreibungen und Koordinaten der Sehenswürdigkeiten aufgeführt sein. „Außerdem soll es auf der Homepage von Uetze eine Karte mit allen Codes geben“, sagt Schulte.

Die Gemeinde hofft bei dem Projekt auch auf die Unterstützung der Bürger. Jeder, der eine interessante Information zu einem Gebäude oder Platz hat, kann mit der entsprechenden App einen Code erstellen und dazu den Text für die Internetseite schreiben. Die Gemeinde veröffentlicht diesen Text dann und bringt den Aufkleber an.

„Die Idee lässt sich gut verwirklichen, weil die Codes fast nichts kosten“, sagt Schulte. Auch der Ortsrat ist an dem Projekt interessiert und plant die Umsetzung für das nächste Jahr, zunächst aber nur für den Kernort Uetze. „Damit können wir den Ort besonders für junge Leute attraktiver gestalten“, sagt Schulte.

Burgdorf: Schäden und Tipps melden

Auch in Burgdorf gibt es die kleinen Aufkleber – allerdings nicht an Kirchen und Denkmälern, sondern an Rathäusern und Parkscheinautomaten. Dort kleben die Codes bereits seit zwei Jahren und dienen der Meldung von Tipps oder Mängeln. Wer eine Anregung an die Stadtverwaltung hat oder einen Schaden, wie eine nicht funktionierende Straßenlaterne, melden will, kann den Code scannen und sich so direkt an die Verwaltung wenden. QR-Codes an Sehenswürdigkeiten, wie sie in Uetze geplant sind, gibt es in Burgdorf nicht, und sie sind auch vorerst nicht geplant. Wie die Stadt mitteilte, ist es nicht auszuschließen, dass es ein solches Projekt irgendwann auch in Burgdorf geben wird. Aktuell arbeite man aber an der Homepage der Stadt.

Von Johanna Stein

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