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Neue Lampen sollen die ganze Nacht brennen

Uetze Neue Lampen sollen die ganze Nacht brennen

Heftig gestritten hat der Rat der Gemeinde über die Straßenbeleuchtung. Mit breiter Mehrheit hat das Gremium schließlich beschlossen, dass alle Lampen der 79 Straßen, deren Beleuchtung die Gemeinde in den nächsten Wochen auf die stromsparende LED-Technik umrüstet, die ganze Nacht brennen sollen.

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Die Immanuel-Kant-Straße in Uetze ist eine der 79 Straßen, die eine stromsparende LED-Beleuchtung erhalten soll.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Bisher wird jede zweite Straßenlampe zu später Stunde abgeschaltet. Nach Ansicht des Grünen-Fraktionschef Georg Beu passen die längeren Einschaltzeiten nicht zur Haushaltslage der Gemeinde. Die Einsparungen, die die Gemeinde mit der Umrüstung erziele, würden geschmälert, wenn die Lampen die ganze Nacht brennen würden.

Ihm hielt Karin Windhausen aus der Bauverwaltung entgegen, dass trotzdem der Energieverbrauch um 80  Prozent sinke. "Die Leuchtkraft der Lampen wird auf 50, eventuell sogar auf 40 Prozent, heruntergedimmt", sagte Windhausen. 

Frank Prusseit, Sprecher der Fraktion Die Freien, beantragte, aus Kostengründen künftig für fast alle Leuchten von 0 bis 5 Uhr den Strom abzustellen. Nur die Hauptstraßen sollten die ganze Nacht beleuchtet sein. "Ich habe mich erkundigt: Die Kriminalität wird nicht steigen", sagte Prusseit. Fast alle Wohnungseinbrüche fänden zu anderen Zeiten statt.

"Ich kann mir nicht vorstellen, nachts nach Hause zu gehen, wenn es stockfinster ist", erwiderte Ernstfreid Langer (SPD). "Straßenbeleuchtung ist kein Luxus", pflichtete ihm Dirk Rentz (CDU) bei. Viele junge Menschen gingen erst nach 22 Uhr aus dem Haus, um zu feiern. Als Vater dreier Töchter würde es ihm Sorge bereiten, wenn um Mitternacht auf den Straßen das Licht ausginge. "Wir sollten nicht an falscher Stelle sparen", sagte Rentz.

Bei vier Gegenstimmen und einer Enthaltung entschied der Rat, dass die neuen LED-Leuchten die ganze Nacht brennen sollen. Auf den Straßen, deren Lampen nicht umgerüstet werden, wird weiterhin jede zweite Leuchte abgeschaltet.

"Jedem ist jetzt mindestens 50 Prozent des Lichts aufgegangen", kommentierte der Ratsvorsitzende Werner Hübner (CDU) das Abstimmungsergebnis.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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