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Gefahr durch liebestolle Rehe

Uetze/Burgdorf Gefahr durch liebestolle Rehe

Derzeit herrscht Ausnahmezustand in Feld und Wald: Die Paarungszeit der Rehe hat begonnen. Die Tiere, die sich normalerweise von Straßen fernhalten, sind dann buchstäblich blind vor Liebe. Bis Mitte August sollten Autofahrer deshalb zu jeder Tageszeit sehr vorsichtig sein, appellieren die Jäger.

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Ein Rehbock durchquert ein Kornfeld.

Quelle: Hans Gandke

Uetze/Burgdorf. In der Paarungszeit der Rehe müsse man damit rechnen, dass Rehe plötzlich über die Straße laufen, sagt der stellvertretende Kreisjägermeister Eckhard Baars aus Hänigsen. Wenn die Rehböcke von ihrem Fortpflanzungstrieb gesteuert werden, folgen sie den Duftstoffen der Ricken über weite Strecken – „und das nicht nur abends oder in den frühen Morgenstunden, sondern sogar tagsüber“, sagt Baars. Verkehrsteilnehmer müssten zurzeit auch dort, wo es keine Warnhinweise für Wildwechsel gibt, mit plötzlich auftauchenden Rehen rechnen.

„Wir raten den Auto- und Motorradfahrern dringend zu erhöhter Aufmerksamkeit“, sagt Baars. Das gelte für alle Reviere im Altkreis Burgdorf, besonders groß sei die Gefahr an unübersichtlichen Straßenabschnitten entlang von Wäldern und Feldern. Im Burgdorfer Holz und im Beerbusch müssen Autofahrer besonders aufpassen.

Das bestätigt Torsten Witt, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Burgdorf. Mittlerweile werden Wildunfälle zwar nicht mehr in die Statistik aufgenommen, da es sich dabei um eine sogenannte vereinfachte Unfallaufnahme handelt. „Aber früher, als wir das noch statistisch erfasst haben, gab es in den Bereichen vermehrt Unfälle“, sagt Witt.

Zusätzlich verschärfe die Erntezeit die Situation für das heimische Rehwild, sagt Hans-Otto Thiele, Vorsitzender der Jägerschaft Burgdorf. Innerhalb weniger Tage verwandeln sich die Schutz bietenden Getreidefelder in Stoppellandschaften. So verlieren die Rehe nicht nur ihre Deckung, auch die teils bis in die Nacht andauernden Arbeiten auf dem Feld beunruhigten die Tiere.

Von Johanna Stein

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