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Jörg Hennigs legt Amt bei Zukunftswerkstatt nieder

Dollbergen Jörg Hennigs legt Amt bei Zukunftswerkstatt nieder

Hat die Dollberger Zukunftswerkstatt noch eine Zukunft? Seit ihr Sprecher Jörg Hennigs sein Amt niedergelegt hat, ist sie führungslos. Offenbar waren Kompetenzstreitigkeiten ausschlaggebend für seinen Rücktritt.

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Hat sein Amt niedergelegt: Jörg Hennigs.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. „Wir hatten das Projekt über den Sommer weiter vorangetrieben“, berichtet Hennigs. Die Zukunftswerkstatt hatte die Fakultät für Architektur der Uni Hannover dafür gewonnen, dass Studenten ein Aufmaß der Scheune anfertigten. Das Projekt stand laut Hennigs bereits im Seminarplan. Im Oktober oder November hätten die Studenten das Gebäude vermessen und aufzeichnen sollen. „Auch einen kompetenten Bauleiter hatten wir gefunden“, sagt Hennigs.

Zudem sei eine Versammlung zum Scheunenprojekt geplant gewesen. „Doch in deren Vorfeld gab es Unstimmigkeiten zwischen den Interessen der Gemeinde, des Ortsrates und der Zukunftswerkstatt. Deshalb bin ich von meinem Amt zurückgetreten“, erklärt Hennigs. Weil sich das Abtragen der Scheune erneut verzögerte, hat inzwischen die Eigentümerfamilie der Scheune ihr Angebot zurückgezogen.

Offenbar gab es Streit um die Zuständigkeiten der Zukunftswerkstatt. „Wir haben eine klare Rollenverteilung“, sagt Rathaussprecher Andreas Fitz. Der Ortsrat habe als offizielles Organ bestimmte Kompetenzen. Die Zukunftswerkstatt sei für die Dorfentwicklung im weitesten Sinne verantwortlich. „Aber nur in Zusammenarbeit mit dem Ortsrat und der Gemeinde“, betont Fitz.

Nach Ansicht der Ortsbürgermeisterin Tove Knebusch kann die Zukunftswerkstatt nur kleinere Projekte in eigener Regie umsetzen. „Wenn es um größere Dinge geht, für die Geld benötigt wird, muss es über den Ortsrat laufen“, sagt Knebusch. „Wenn Frau Knebusch der Meinung ist, dass die Zukunftswerkstatt dem Ortsrat zuarbeiten soll, muss sie eine Versammlung einberufen und denjenigen, die bisher mitgearbeitet haben, die Situation und den Sachstand erläutern“, sagt Henning Rase, der bisher Hennigs’ Stellvertreter war.

Der zweite stellvertretende Sprecher der Zukunftswerkstatt, Rainer Richter, plädiert dafür, in der Versammlung die Aufgaben der Zukunftswerkstatt neu zu definieren und einen neuen Sprecher zu wählen. Ebenso wie Richter wünscht sich Knebusch ein Fortbestehen des Arbeitskreises. Sie komme aber in diesem Jahr nicht mehr dazu, zu einer Versammlung einzuladen, sagt die Ortsbürgermeisterin.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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