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Wer die Beute in 30 Minuten findet, entkommt

Uetze Wer die Beute in 30 Minuten findet, entkommt

Wer den Escape-Room im Jugendtreff Hänigsen betritt, wird zum Gangster. In nur 30 Minuten gilt es, diverse Rätsel zu lösen, um an die Beute aus einem Banküberfall zu kommen. Geplant und organisiert haben den Nervenkitzel die Juleica-Absolventen aus der Gemeinde Uetze für ihre Praxisaufgabe.

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Erstmal alles durchsuchen und dann überlegen, was wie zusammengehört: Unter Zeitdruck ist der Escape-Room ein echter Nervenkitzel.

Quelle: Sandra Köhler

Hänigsen. "Wir waren selbst schon einmal in Hannover und Bremen in einem Escape-Room und hatten die Idee, so etwas mal selbst zu organisieren", sagte Emily. Gemeinsam mit Ilana (15) und Ariana (17) betreute  die 16-Jährige die Gruppen, die sich für die Beutejagd angemeldet hatte. Vom Spielleiterzimmer - eigentlich der DJ-Kabine des Jugendraums im Haus am Pappaul - verfolgten sie, wie die Teilnehmer in Escape-Room agierten. "Weil die Zeit knapp ist, geben wir auch schon mal Tipps, wenn es hakt",  sagte Anna Schofeld vom Team Jugend der Gemeinde Uetze. "Dann ruft Joe kurz aus dem Gefängnis an", erklärte sie schmunzelnd.

Joe - das ist der Gangster, der die Beute aus dem letzten Banküberfall in seiner Wohnung, sprich dem Jugendraum Hänigsen, versteckt hat. Um an sie zu finden, müssen die Spieler den Escape-Room genau untersuchen, Dinge kombinieren und Rätseln auf den Grund gehen. "Vor allem müssen sie miteinander reden", sagte Schofeld: "Teamplay ist gefragt. Schließlich dauert die Runde nur 30 Minuten."

Die auf dem japanischen Onlinespiel Crimson Room basierenden realen Gruppenspiele sind "mega in" bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: "In Hannover bezahlen Teilnehmer dafür 15 bis 20 Euro. Wir haben es kostenlos angeboten", sagte Schofeld. Das kam so gut an, dass es Überlegungen gibt, den Escape-Room weiterhin auf Anfrage zu öffnen. 20 Gruppen à sechs Personen nutzten die Spielmöglichkeit, die die Juleica-Absolventen vom 2. bis 7. Mai anboten. "Das waren Familien, Geburtstagsgesellschaften, Jugendliche, aber auch die Jugendgruppe der Hänigser Kirchengemeinde war hier", sagte Schofeld.

Kinder kämen mitunter schneller auf Lösungen als Erwachsene, hat sie beobachtet: "Die denken auch mal um die Ecke und versuchen etwas zu kombinieren, was nichts miteinander zu tun hat." Sind die Rätsel zu einfach oder zu schwer? Und vor allem, sind sie in der vorgegebenen Zeit zu lösen? "Das war gar nicht so einfach, das alles zu entwerfen. Aber es hat Spaß gemacht", sagten Ilana und Ariana. Insgesamt 13 Juleica-Anwärter im Alter von 15 bis 18 Jahren waren daran beteiligt.

"Das war cool", lobten Jasmin, Jessica, Karina, Michele und Christoph, als sie den Escape-Room zwei Minuten vor Ablauf der Zeit bezwungen hatten. Die Schnellsten waren sie jedoch nicht: "Die besten haben 24 Minuten gebraucht", sagte Schofeld. Aber geschafft haben es bisher alle: "Bei der einen Gruppe, die kurz vor den Countdown vor der Lösung stand, haben wir angerufen und gesagt, dass die Polizei sich verspätet und sie noch zwei Minuten Verlängerung haben."

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Von Sandra Köhler

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