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K+S-Gelände soll revitalisiert werden

Hänigsen K+S-Gelände soll revitalisiert werden

Die Region Hannover hat das stillgelegte Hänigser Bergwerk Riedel als eines von sechs Pilotprojekten für ihr Programm Revitalisierung für Gewerbeflächen ausgewählt. Sie will Industrie- und Gewerbeflächen, die vor Jahren aufgegeben wurden, wieder einer Nutzung zuführen.

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Förderturm und Schachtgebäude werden für die Flutung des Bergwerks benötigt.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. Ziel des Programms ist, Gewerbebrachen für gewerbliche oder Wohnzwecke nutzbar zu machen, statt neue Flächen auszuweisen. „Wir haben dafür Riedel ins Gespräch gebracht“, sagt Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg. Denn die Gemeinde selbst könne inzwischen in Hänigsen keine freien Gewerbeflächen mehr anbieten. Nach rund 20 Jahren habe sie das Gewerbegebiet an der Altmerdingser Straße vollständig vermarktet.

Bei dem stillgelegten Bergwerksgelände handelt es sich nach den Worten der Regionssprecherin Christina Kreutz „um ein Areal, das zum Teil noch unbebaut ist“. „Es könnte daher ohne großen Aufwand gewerblich nutzbar gemacht werden“, sagt Kreutz.

Ein Kriterium bei der Auswahl der sechs Pilotprojekte sei gewesen, dass bei den Brachen ein gewisser Handlungsbedarf bestehe. Der sei beim K+S-Gelände gegeben, weil dort der Verdacht auf Rüstungsaltlasten vorliege. Das Bergwerk war während des Zweiten Weltkriegs Teil der Heeresmunitionsanstalt.

Nach Backebergs Angaben ist nach den Sommerferien ein Abstimmungsgespräch geplant: „Da müssen wir uns über das weitere Verfahren verständigen.“ Die Region will laut Kreutz erfahren, welche Zielvorstellungen die Gemeinde und die Eigentümerin, die Firma K+S, haben. „Meine Empfehlung ist eine klare Ausrichtung als Gewerbefläche“, sagt Backeberg. Denn vor rund zehn Jahren war eine touristische Nutzung im Gespräch. Aus diesen Plänen wurde nichts.

„Nach unserer Einschätzung ist das ehemalige Werksgelände Riedel in Hänigsen für unterschiedliche Nutzungskonzepte gut geeignet, unter anderem auch, weil es bereits größtenteils erschlossen ist“, teilt K+S-Sprecher Ulrich Göbel mit. Allerdings würden auch weiterhin bestimmte Flächen und Gebäude für die Flutung des stillgelegten Bergwerks benötigt.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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