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K+S stellt Antrag noch 2016

Uetze K+S stellt Antrag noch 2016

Die K+S Entsorgung GmbH will mit mehreren Planungsvarianten in das Genehmigungsverfahren für die Abdeckung des Wathlinger Kalibergs mit Bodenaushub und Bauschutt gehen. Der Konzern will das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr beantragen.

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Den 86 Meter hohen Wathlinger Kaliberg kann man von der Hänigser Gemarkung aus sehen.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Hänigsen. "Im Antrag werden insgesamt drei unterschiedliche Varianten für die Rekultivierung der Halde enthalten sein", kündigt K+S-Sprecher Michael Wudonig an. Bei zwei Varianten soll vor dem Abdecken ein Teil der Halde abgefräst werden.

Beim Abdecken der 86 Meter hohen Halde wird sich deren Fläche von 25 auf etwa 40 bis 43 Hektar vergrößern. Ohne Abfräsen ist der Flächenverbrauch am größten. In diesem Fall - Variante drei - würde die begrünte Halde im Westen bis ins benachbarte Waldgebiet Brand und im Norden auf die angrenzende Blaubeer- und Spargelplantage reichen. Die dortigen Wirtschaftswege müssten verlegt werden.

Für Hänigsen, aber auch für Dachtmissen und Sorgensen, ist vor allem der Materialtransport zur Halde von Bedeutung. "Für die Materialanlieferung werden im Antrag ebenfalls mehrere Varianten betrachtet", sagt Wudonig. In Betracht kämen neben der Anlieferung mit Lastwagen zum Beispiel auch ein Transport mit der Bahn oder mit einem Förderband.

Bei einer Anlieferung nur per Lastwagen auf dem vorhandenen Straßennetz würden täglich 100 Transporter die Halde ansteuern. Etwa die Hälfte würde auf der Landesstraße 311 durch Hänigsen, Dachtmissen und Sorgensen fahren. Unter Berücksichtigung der Rückfahrten wären es pro Tag 100 Fahrten durch die Ortschaften.

Im Gespräch ist auch, das Grubenanschlussgleis von Ehlershausen zum Kaliberg zu reaktivieren. Uetzes Bürgermeister Werner Backeberg hat bisher den Vorschlag favorisiert, den Anlieferverkehr von der Bundesstraße 3 über den Röhndamm zum ehemaligen Ölbahnhof Nienhagen zu leiten. Von dort aus müsste man den Boden und den Bauschutt mit der Bahn oder einem Förderband zum Kaliberg transportieren.

Beginn für 2019 geplant

K+S will 2019 damit beginnen, mit Bauschutt und Boden den Wathlinger Kaliberg zu rekultivieren. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen bis Ende 2017 den Genehmigungsbescheid, den sogenannten Planfeststellungsbeschluss, erhält. Anschließend will K+S den Recyclingplatz bauen, auf dem der angelieferte Bauschutt zerkleinert wird. Parallel dazu sollen die ersten beiden Baufelder für die Haldenabdeckung vorbereitet werden.

K+S will den Wathlinger Kaliberg mit Bauschutt und Boden abdecken und anschließend begrünen. Die Begrünung des Wathlinger Kalibergs wird voraussichtlich bis 2040 dauern. K+S plant, danach die Abraumhalde Hugo bei Lehrte zu rekultivieren.

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Von Redakteur Friedrich-Wilhelm Schiller

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