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Am Sonntag wird Dollbergen evakuiert

Uetze Am Sonntag wird Dollbergen evakuiert

Auf eine erneute Evakuierung müssen sich die Dollberger am Sonntag, 13. November, einstellen - nachdem die Kampfmittelräumer nördlich der Altölraffinerie Avista fünf Verdachtspunkte gefunden haben. Ob es sich dabei um Bomben handelt, zeigt sich nach der Arbeit am Sonntag.

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Drei Trupps einer Kampfmittelbergungsfirma suchen den Acker nördlich der Altölraffinerie (im Hintergrund) in Dollbergen mit Metallsonden nach Blindgängern ab.s

Quelle: Anette Wulf-Dettmer

Dollbergen. Die Verdachtspunkte werden von Fachleuten am Sonntag geöffnet und dann wird entschieden, ob und welcher Verdachtspunkt entschärft oder gesprengt werden muss. In jedem Fall müssen etwa 1000 Dollberger ab 9 Uhr ihre Häuser verlassen, kündigt die Erste Gemeinderätin Ursula Tesch an. Ihren Angaben zufolge gilt der gleiche Radius wie bei der jüngsten Evakuierung im Oktober. "Als Sammelpunkt dient erneut das Schulzentrum", sagt Tesch. Gleichwohl gehe sie davon aus, dass nur wenige Dollberger dort eine Zuflucht suchen werden. "Dieses Mal ist es ja geplant, so dass viele bei Verwandten oder Freunden unterkommen werden", sagt Tesch und fügt hinzu, die Details werde die Verwaltung in den nächsten Tagen veröffentlichen. Nicht betroffen, das steht schon jetzt fest, ist die Kirche. "Damit kann die Gedenkfeier zum Volkstrauertag normal stattfinden", betont die Gemeinderätin.

Die Experten einer Kampfmittelbergungsfirma aus Celle hatten am Montag auf den Ackerflächen neben dem Betriebsgelände Meter für Meter mit einer Metallsonde abgesucht. Drei Teams à zwei Mann – einer mit der Sonde und der andere mit einem Spaten – waren im Einsatz gewesen. Sobald die Sonde ein surrendes Geräusch von sich gab, kam der Spaten zum Einsatz. Vorsichtig wurde der Acker aufgegraben und mit der Sonde weiter kontrolliert. Wurde nichts Bedrohliches gefunden, sondern nur Altmetallreste, wurde die Stelle protokolliert und mit einem Stab auf dem Acker markiert.

Die Gemeinde geht nach Auskunft von Rathaussprecher Andreas Fitz davon aus, dass diese Sondierungen im Vorfeld der Erweiterung der Raffinerie noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.

Von Anette Wulf-Dettmer, Friedrich-Wilhelm Schiller und Antje Bismark

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Von Redakteur Anette Wulf-Dettmer

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