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Braucht Uetze neue Baugebiete oder innerörtliche Verdichtung?

Der Kandidaten-Check Braucht Uetze neue Baugebiete oder innerörtliche Verdichtung?

Welche Position bezieht welche Partei oder Wählergemeinschaft zu Themen, die die Stadt bewegen? Der Anzeiger fragt nach: Braucht Uetze neue Baugebiete oder eine innerörtliche Verdichtung?

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Braucht Uetze neue Baugebiete? Oder ist eine innerörtliche Verdichtung besser?

Quelle: Symbolbild

Jürgen Buchholz, SPD: Wer sehenden Auges durch die Gemeinde fährt, der stellt fest, dass innerörtliche Bebauung bereits umfangreich stattfindet. Das ist so gewünscht, hat aber auch seine Grenzen, da die Nachfrage nach bezahlbarem Bauland groß ist. Deshalb werden wir behutsam und moderat neue Baugebiete ausweisen. Die Gemeinde Uetze ist und soll weiterhin ein attraktiver Wohnstandort auch für junge Familien sein. Dafür setzen wir uns ein.

Marion Gellermann, CDU: Demografiebericht hin oder her. Die Eigentümer müssen mitmachen bei der innerörtlichen Verdichtung, weil das in der Regel bedeutet, auf dem eigenen Wohngrundstück Platz zu machen. Die Gemeinde muss aber auch passgenau den Dörfern Eigenentwicklung ermöglichen ggf. auch am Dorfrand. Was nicht passieren darf, ist, dass die Gemeinde ihr „Tafelsilber“ verkauft, um überflüssige Umgehungsstraßen zu bauen. Sie könnte ja auch Schulden zurückzahlen.

Georg Beu, Grüne: Die infrastrukturellen Leistungen der Gemeinde mit gleich bleibenden Fixkosten würden dann auf immer weniger Einwohner verteilt. Das würde den kommunalen Haushalt jährlich weiter belasten. Wir brauchen Entwicklungskonzepte für verbindliche Bauleitpläne der Dörfer. Dabei hat die Aufwertung alter Siedlungsräume Vorrang vor der Vergabe von Neubaugebieten.

Stefan Möbius, Freie Wählergemeinschaft Katensen: Ja, es sollten mit Augenmaß weitere Baugebiete, vor allem in den kleineren Ortschaften, ausgewiesen werden. Dort ist die Lebensqualität eine entscheidende Motivation zu bauen. Innerörtliche Verdichtung ist in den kleinen Ortschaften ein Wunsch, der nicht so einfach umsetzbar ist, weil ehemalige landwirtschaftliche Höfe kaum bereit sind zu verkaufen. Eine zu große Verdichtung der Ortschaften ist nach unserer Meinung schädlich.

Hans-Hermann Brockmann, Gemeinsam für Eltze: Eindeutig ja, auch und gerade in den kleineren Ortschaften. Die übergeordnete Planung ist nur die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum. Die sogenannte innerörtliche Verdichtung spiegelt heilloses Wunschdenken. Bauland wird nur durch verkaufswillige Grundeigentümer, marktgerechte Preise und fördernde Bebauungspläne abseits aller Demografieberichte entstehen.

Von der Redaktion

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