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Uetze Keine freien Kapazitäten mehr

Das Uetzer Familienhaus ist eine Erfolgsgeschichte. Nicht nur die dort untergebrachte Kindertagesstätte ist voll belegt. Auch der Familienbereich ist nach nicht einmal einem Jahr ausgelastet.

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Das neueste Angebot des Uetzer Familienhauses:  Der Spielkreis für Flüchtlingsfamilien.

Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller

Uetze. Das Familienhaus ist als Kindertages- und Begegnungsstätte konzipiert. Das Motto der Einrichtung lautet daher: Bildung und Begegnung. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Familienbereich so gut angenommen wird“, sagt die Leiterin Anne Wiechmann.

Jeden Tag treffen sich Gruppen im Seminarraum und im Bewegungsraum, den in erster Linie die Kita nutzt. Oder es finden dort Veranstaltungen statt. „Auch am Wochenende“, berichtet Wiechmann. Die Mensa der Kita dient als Cafeteria für Gäste.

Mit dem Kindergarten sind im vorigen November der internationale Frauentreff, eine Eltern-Kind-Gruppe und die Rucksackmütter in den Neubau umgezogen. Die Rucksackmütter sind Multiplikatoren, die die zweisprachige Erziehung von Migrantenkindern fördern und zugleich ausländischen Familien das deutsche Bildungssystem näherbringen.

Die Teilnehmerinnen an einer anderen Müttergruppe, die von einer Sozialpädagogin mit Migrationshintergrund betreut wird, unterhalten sich in ihrer Muttersprache. „Es geht darum, dass sie ihre Wünsche und Nöte zum Ausdruck bringen, was sie auf Deutsch nicht können“, erläutert Wiechmann.

„Ganz neu ist unser Spielkreis für Flüchtlingsfamilien mit drei bis sechs Jahre alten Kindern an jedem Dienstagnachmittag“, berichtet sie. Die Kinder seien oft so sehr traumatisiert, dass sie nicht in einen Kindergarten gehen könnten.

Und es gibt weitere Pläne: „Nach den Herbstferien zieht die Erziehungsberatungsstelle bei uns ein“, kündigt Wiechmann an. Sie werde künftig mittwochs eine ganztägige Sprechzeit anbieten.

Zu den Gruppen, die die Räume regelmäßig nutzen, zählen auch der Seniorenbeirat und der Verein Landungsbrücke, der sich um junge erwachsene Flüchtlinge kümmert. Das Familienhaus selbst koordiniert die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Aber auch einmalige Veranstaltungen wie eine Lesung der Kulturinitiative K4 mit dem Literarischen Quintett fanden schon im Familienhaus statt.

Die Einrichtung nutzt den Familienbereich außerdem für eigene Belange wie Elternabende, ein Elterncafé und Vater-Kind-Aktionen. „Dafür müssen wir inzwischen Belegungszeiten blockieren, damit wir wissen, wohin wir können“, sagt Wiechmann.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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